Popkultur zum Wochenende

22 Apr

Hallo alle Miteinander,

Popkultur zum Wochenende: The Human League – Being Boiled

Der Titel ist bis heute sehr aktuell. Und dabei ist er sehr minimalistisch – sehr gut!


Was das Leben so mit einem macht…

22 Apr

Hallo alle Miteinander,

ich habe bei mir auf Arbeit jemanden kennengelernt, eine Person, die mich sowohl beeindruckt als auch schockiert.

Beeindruckt, weil ich von dieser Person viel lernen kann und sie mich an ihrem Wissen teilhaben lässt. Sie kritisiert mich, wo es Not tut und steht immer mit Rat und Tat zur Seite. Mit so Jemanden möchte man gerne zusammenarbeiten!

Schockiert, weil sie auch eine gewisse Kühle, Distanziertheit und Kontrolliertheit ausstrahlt. Wohlgemeinte Gesten des Lobes, der Wertschätzung (gerade vor anderen Kollegen) werden schnell als Eingriff in die eigene Souveränität verstanden. Sie will Herr über das eigene Selbstbildnis sein, über das, was man über sie weiß. Kontrolle ist ihr hier sehr wichtig! Dabei nehme ich ihren Kontroll(verlust) als zu übertrieben war. Gerade wenn man etwas länger miteinander arbeitet, und man sich gut leiden kann, will man doch den anderen loben, ihn damit aufbauen. Man möchte eine entspannte Arbeitsatmosphäre miteinander schaffen!

Ich habe den Eindruck, dass es hier eine Vorgeschichte in ihrer Biographie gibt. Natürlich habe ich dort nie explizit nachgefragt aber aus einigen Puzzlestücken,  die sie erzählt, ergibt sich ein erstes Bild. Es scheint, als habe Jemand ihr mal übel mitgespielt. Ihre Herkunft war da mal irgendwie Thema. Das muss wohl so prägend gewesen sein, dass sie sich diese Schutzhaut zugelegt hat.

Dies ist das eigentlich Schockierende: Jemand wird mit jungen Jahren genötigt, sich eine Schutzstrategie der eigenen Persönlichkeit zuzulegen! Diese Schutzstrategie schützt und erschwert ihr Leben zugleich. Vertrauen wird Misstrauen vorgeschoben. Aus einer Entspanntheit des täglichen (Arbeits)Lebens wird eine Angespanntheit der Kontrolle des Lebens. Worüber man eigentlich schmunzeln könnte, wird zum potentiellen Missbrauch definiert. Unbedarfte Zeilen können zu Verlustängste der eigenen Kontrolle des Selbstbildnis führen.

Das Leben kann so einiges mit Einem machen. Das habe wieder einmal gelernt.

Nichts.

11 Feb

Nichts.

Das Nichtige verneinen.
Das Nicht-Vorhandene beschreiben.
Wo nichts ist, ist nichts alles.
Alles ist nichtig, es ist!

Die Leere ist.
Das Undenkbare ist.
Nicht-Handeln ist Handeln.
Nicht-Wandeln ist Wandeln.

Ist nur, was nicht sein muss?
Was ist, ist stets im Fluss!

dmhdf, Lizenziert unter CC BY-NC-SA 3.0 11.02.2017

Der Rede wert?

11 Feb

Hallo alle Miteinander,

der Februar geht in die Mitte und hier ist nichts los. Es gibt einige Dinge, die in meinem Leben gerade passieren. Nur, sind diese der Rede wert? Diese Frage kann man sich sicher allgemein für dieses Blog stellen.

Chaotische Zustände auf der Arbeit, Tratsch der Kollegen, interessante Themen die man beackert. Sind wir nicht alle mit solchen Dingen konfrontiert? Lohnt es sich wirklich darüber zu schreiben? Dazu kommt die wenige Zeit, die ich jetzt habe und die mangelnde Kraft, die von meinem Alltag herrührt. Ich bin froh, wenn ich nichts schreiben, nichts durchdenken muss. So ganz aufgeben will ich hier aber nicht. Vielleicht ist es ja nur eine Phase. Schauen wir mal.

Tweets der KW 39 – 52 (2016)

31 Dez

Hallo alle Miteinander,

hier meine Tweets aus den letzten Wochen @dmhadf:

#Kommunalpolitik: Radfahrer (in #Velten) fühlen sich weiter gefährdet http://www.moz.de/lokalredaktionen/oberhavel/hennigsdorf/hennigsdorf-artikel/dg/0/1/1522337/ War da die Kompetenz-Kompetenz am Werk?

#Medien: Forscher warnen vor „hochgradig spekulativer Technologie“ http://www.deutschlandfunk.de/letzter-ausweg-negative-emissionen-forscher-warnen-vor.676.de.html?dram:article_id=368619 Was tun mit dem #Klimawandel #CCS

#Begriff: Politischer Progressivismus bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Progressivismus#Politischer_Progressivismus politische Ideologie, die auch Bernie Sanders beeinflusst hat

#Organisation: Populist Party bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Populist_Party #Partei, die dem Politischem Progressivismus zuzuordnen ist #USA

#Kommunalpolitik:  Festpreis statt Höchstpreis in #Potsdam http://www.pnn.de/potsdam/1134648/ neue Vergabekriterien für Filetgrundstücke

#Medien: #Lenin –  Drama eines Diktators http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/725948 Unaufgeregtheit & „mal andere“ Erzählweise fehlen bei anderen Dokus

#Begriff: Behörde bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Behörde Organisationsform der #Bürokratie

#Organisation: Das LABO Berlin https://www.berlin.de/labo/ so vielfältig wie #Berlin! #Behörde

Alle Jahre wieder!

31 Dez

Hallo alle Miteinander,

nie hätte ich gedacht,  dass mir 2016 in so guter Erinnerung bleiben wird. Neuer Job, neue Leute, neue Erfahrungen. Ich muss nicht weg aus der Heimat, alles hat sich gefügt. Alle sind munter und gesund! Alles Bestens, kein Grund für schlechte Gedanken!

Ich frage mich gerade: was soll ich vom Leben erwarten?

Jahrelang war es mir nie so wichtig, was aus meinem Leben wird. Die Zukunft schien mir so ungewiss, dass ein Gedanke daran verschwendete Energie wäre. Nun bekomme ich die Lebensentwürfe der gleichaltrigen Kollegen vorgeführt. Vor kurzem wäre es mir wirklich egal gewesen wie Andere leben – leben und leben lassen. Doch nun schenke ich den Anderen Beachtung und frage mich dabei: wo stehe ich?

Ich fange an mich stärker zu hinterfragen. Aber würde ich wirklich Dinge anders machen? Habe ich etwas grundsätzlich an meiner Biografie zu kritisieren? Mit 30 sieht man sein Leben etwas anders als mit 25. Es ist Teil des Menschen Entscheidungen mit (zu) knappen Wissens- und Zeitressourcen  zu treffen. Das heißt doch aber auch das meine Erwartungen an die Zukunft auf jene knappen Wissens- und Zeitressourcen fußen.

Was will ich? Was soll ich wollen?

Es gibt gleichaltrige Kollegen, die dezidierte Vorstellungen haben,  wo sie in zwei Jahren stehen wollen. Sie verfügen über ein klares Rollenverständnis ihrer selbst. Ihre bereits gemachte (Arbeits)erfahrung macht sie zu (selbst)bewussten Menschen.

Mir scheint, mein Bewusstsein muss sich erst noch ausprägen. Erst jetzt drängt sich mir das „Erwachsene“ richtig auf.

Alle Jahre wieder darüber nachzudenken, wie man „ist“ und wo man „ist“ kann dabei helfen dieses Bewusstsein auszuprägen. Dazu gehört aber auch die Erkenntnis, dass ich nie der Typ sein werde, der vor Selbstbewusstsein strotzen wird. Mein Bewusstsein wird immer etwas zerbrechliches haben. Das Wissen um das Sein wird immer etwas vorläufiges haben. Alle Jahre wieder wird das Sein infrage stehen. Ich muss damit umgehen.

Zu einen gelungen Leben gehört das Materielle, das Soziale und das Philosophische. Alles kann infrage stehen, jederzeit. Alle Jahre wieder diese Tatsache anzudenken hilft mir etwas ruhiger zu schlafen. Auch die Selbst-bewusstesten kochen nur mit Wasser! Auch Ihnen passieren unvorhergesehene Dinge!

Einmal tief durchatmen und dann: weitermachen!

Auf ein Neues.

Lenin – Drama eines Diktators

27 Nov

Eben auf Phoenix gesehen:

Lenin – Drama eines Diktators

Wenn man Biografien kennt, kann man einiges besser nachvollziehen. Das gilt auch für die Lenin-Biografie. Dennoch hält die Doku kritisch Abstand, ohne dabei an Ausgewogenheit zu verlieren. Mir gefällt der Essay-Stil der Doku. Man wird hinein geworfen und findet dennoch den roten Faden. Es wird nicht chronologisch erzählt. Trotzdem ergibt sich ein Gesamtwerk, dass immer nachvollziehbar bleibt. Alles weniger aufgeregt als bei anderen Dokus. Genau diese Unaufgeregtheit sowie die „mal andere“ Erzählweise habe ich in letzter Zeit bei Dokus vermisst.