Popkultur zu Wochenende

13 Aug

Hallo alle Miteinander,

Popkultur zu Wochenende:

der Westberliner „Versuch“ von Depeche Mode: The Twins mit „Not The Loving Kind“ mit dem Westberlin der 1980er.

Politik und Parteien

13 Aug

Hallo alle Miteinander,

Petra Hinz hat gelogen. Und es ist Jahrelang Niemanden aufgefallen. Keiner fragt, warum sie log. Keiner fragt nach ihrem Engagement. Diese Reduktion auf ein paar Seiten kreativer Lebenslaufgestaltung als gelungene Praxis zynischer Lebensweise ist falsch. Sie zeigt auf ein tieferes Problem. Das Ansammeln von Titeln und Zeugnissen ist zu einer bloßen Formsache geworden. Ob sich die Person für ihr Gebiet interessiert, ob sie überhaupt fachkundig ist, dies ist irrelevant.

Und dann taucht die Erkenntnis auf: einige Titel und Zeugnisse hat es nie gegeben. Die bloße Form wird selbst Gegenstand einer öffentlichen Debatte. Um von der eigentlichen Problematik (Niemanden interessiert wirklich, was du studiert hast) abzulenken, wird das Fehlverhalten der lügenden Person in den Vordergrund gestellt. Diese Person ist schuldig und hat uns betrogen! (Es hat nie interessiert, ob es Schuld und Betrug geben könnte).

Betrug bleibt Betrug, Straftat bleibt Straftat. Es wird sich aber zu einfach gemacht. Parteien sind die Personalagenturen des Souveräns: sie wählen geeignetes Personal aus. Sie legen uns Auswahllisten vor. Der Souverän wählt aus. Die Partei verschwindet (in der Theorie). Das ausgewählte Personal arbeitet unabhängig von Weisungen und ist nur ihrem Gewissen verpflichtet (in der Theorie). Selbst in der Theorie muss sich die Personalagentur „SPD“ die Frage gefallen lassen, ob sie Ihrer Sorgfaltspflicht beim Auswahlprozess nachgekommen ist? Für die Praxis heißt dies: wenn Parteien eine starke Bindung zu ihren Mandatsträgern aufbauen, dann steigt ihre Sorgfaltspflicht. Wer jetzt die heiße, faule Kartoffel los werden will, der hat im Vorhinein schlampig gearbeitet! Wer das Parteienprivileg für sich in Anspruch nimmt, von dem sollte man ein Minimum an Sorgfalt erwarten!

Politik und Parteien: ein besonderes Paar!

 

Starren.

31 Jul

Starren.

Starren.
Einfach mal verharren.
Nicht mehr denken.
Nicht mehr lenken.

Hinweg mit dem Schein.
Einfach nur noch sein.
Nicht mehr streben.
Nur noch leben.

Denn was ist mein?
Einzig ist nur mein sein!

dmhdf, Lizenziert unter CC BY-NC-SA 3.0 31.07.2016

durch gekaute Sinnsprüche

31 Jul

Das Leben ist zu kurz um zig mal durch gekaute Sinnsprüche nochmal durchzukauen. Man kann darüber reden. Und man kann seinem Leben Sinn verleihen: durch Taten.

Sinn braucht Unsinn, um zu erkennen was sinnhaft ist.

Es geht immer höher, schneller, weiter und besser. Die Suche danach ist sinnlos. Denn das Leben ist begrenzt. Unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Grenzen sind keine Gefängnisse. Sie zeigen, dass wir nicht immer alles haben können (und sollten).

Einfach mal hinsetzen und in die Luft starren. Einfach mal nicht darüber nachdenken, was man verpassen könnte. Einfach mal „sein“. Denn „sein“ zu können ist das größte Geschenk.

Wer ist, kann werden. Wer ist, kann gestalten.

So einfach ist das.

Schönen Sonntag noch.

Darauf gestoßen: Nicht mein Gesetz?

23 Jul

Hallo alle Miteinander,

zum Glück bin ich vom Teilhabegesetz (noch nicht) betroffen. Das Schwierige an der Thematik: wie soll man etwas beurteilen von dem man nicht betroffen ist. Eine große Mehrheit der Menschen wird mit diesem Gesetz nie etwas zu tun haben. Wie mag da die Interessenvertretung auf den ganz normalen Leser wirken. Das es in der „Szene brodelt“ habe ich auch erst durch diese Rede erfahren. Schon seltsam: die eigene (Nicht)Wahrnehmung zum Thema.

wie hart darf man interviewt werden?

23 Jul

 

Folgenden Kommentar  habe ich zum Interview mit Raul Krauthausen über seine Kritik am Bundesteilhabegesetz geschrieben. Einige Kommentatoren im dortigen Blog haben moniert, man hätte Raul Krauthausen zu hart interviewt. Ich finde, das Interview hatte genau den richtigen Ton. Außerdem kann man hart und noch härter über Behinderung und Teilhabe diskutieren. Mit den richtigen Argumenten und einer Priese Selbstbeusstsein kann man sich in jede Diskussion stürzen.

Hallo alle Miteinander,

auch wenn ich spät dran bin, mein Kommentar zum Krauthausen-Interview. Als Mensch mit Behinderung kann ich sagen: dies (das Interview) ist ein gutes Beispiel für gelebte Inklusion! Wenn die Betroffenen (Wir) inkludiert werden wollen, dann können und sie sich dem Diskurs in Gänze stellen.

Ich erlebe auf der einen Seite, dass Leute (gerade in der Öffentlichkeit) sehr engagiert für Inklusion argumentieren. Auf der anderen Seite sehe ich im Alltag (der “Leute”) ein gedankenloses und auch ängstliches Verhalten bzgl. Inklusion. Man weiß nicht wie man sich verhalten soll, da macht man lieber gar nichts, man fragt noch nicht mal. Zugespitzt: die beiden Seiten lassen sich als Samthandschuh vs. (gedankenloses) Arschloch zusammen fassen.

Wir haben Rechte und Pflichten. Als Menschen mit besonderen Herausforderungen müssen wir Gesellschaft so beeinflussen, dass wir diese Herausforderungen meistern können! Dazu gehört über das Warum und Wie argumentieren zu können. Ja, die Selbstmordrate bei Menschen mit Behinderungen sind höher. Ja, die Hürden sind höher und schmerzlicher. Muss nun der Einzelne, der das Warum und Wie verstehen will besonders sensibel vorgehen, weil wir es so schwierig haben? Wer ist “wir”? Was ist sensibel?

Wir müssen uns der Frage stellen, wie das Verhältnis zwischen Mensch (mit besonderen Herausforderungen) und Gesellschaft sein soll und dies mit aller Klarheit und Direktheit! Was ist mit dem Verhältnis zwischen Eigenverantwortung und gesellschaftlicher Verantwortung? Wenn ich für mein Leben argumentieren will, dann soll mir nicht mit Samthandschuhen begegnet werden. Die werden im Alltag sowieso wieder ausgezogen!

Das Thema Behinderung muss vom Sockel des “unantastbaren” gestoßen werden. Ich will behandelt werden, wie alle Anderen, nicht wie Jemand Besonderes. Behinderung sollte zu einer Herausforderung werden nicht zu einer Belastung. Behinderung sollte auf das reduziert werden, was sie ist: eine Einschränkung. Der gesellschaftliche Umgang macht aus dieser Einschränkung eine Belastung.

“Dem gehts eh schon Scheiße, da kann der Staat ja….” Immer noch werden Menschen (mit besonderen Herausforderungen) als arme Würstchen betrachtet. Ganz pauschal wird da geurteilt. Der Betroffene und seine Sicht, seine Situation wird nicht weiter beachtet. Ich bin behindert, also ist mein Leben weniger lebenswert, also soll der Staat, die Gesellschaft mir helfen und dabei ganz behutsam sein. So die Denke. Die besonderen Herausforderungen schränken natürlich ein. Aber aus sich heraus machen sie das Leben nicht mehr oder weniger lebenswert. Die gesellschaftliche Interaktion, die aus dem Umgang mit den besonderen Herausforderungen resultieren, wirkt sich auf den Wert des Lebens aus.

Wenn ich mich in die Öffentlichkeit begebe und für mein Anliegen argumentiere, dann sollte es mich freuen, wenn mein Gegenüber meine Position besonders energisch hinterfragt. Denn diese gesellschaftliche Interaktion bietet mir die Gelegenheit, meine Rhetorik, meine Argumentation, meine soziale Kompetenz unter Beweis zu stellen. Und dies gilt auch für uns als Gruppe. Wir haben die ethischen, pragmatischen Argumente und die Lebenserfahrung sowie das Selbstbewusstsein, um jeder (noch so kruden) Diskussion zu begegnen! Es braucht keinen besonders sanften/sensiblen Diskurs über Behindertenrechtspolitik. Die Argumente sind da. Lasst sie uns mit Engagement und Verve austauschen.

Lange Rede, kurzer Sinn?:)

Gruß, David

Ende im Gelände?

9 Jul

Hallo alle Miteinander,

ich habe mir die Folge Frag den Lesch – Energie: Die Grenzen des Wachstums!  angesehen. Interessantes Fazit der Sendung: So immens die Sonnenenergie auch ist, die jeden Tag auf die Erde strahlt auch ist, sie wird nicht auf ewig den wachsenden Energiehunger der Menschheit stillen können. Wenn (von heute an) jedes Jahr der globale Energieverbrauch um 4% steigt, dann verbrauchen wir in 250 Jahren mehr  Energie als sich über Solarzellen gewinnen ließen. Selbst extrem hohe Effizienzen der Solarzellen / der Stromleitungen würde da nicht viel helfen. Selbst wenn man die Windenergie maximal global ausschöpft, es wären nur wenige Jahre zusätzlich gewonnen. Der Zinseszins-Effekt schlägt hier gnadenlos zu.

Doch ist es nur ein interessantes Gedankenspiel. Eine lineare Entwicklung einfach 250 Jahre lang fortschreiben, dies führt in die Irre! Die Entwicklung des Menschen war nie so linear, wie das Gedankenspiel es postuliert. Was in 250 Jahren „ist“ ist nicht mal in Ansätzen prognostizierbar. Werden wir Menschen in dieser Zeit überhaupt noch existieren (Jemand hat den großen roten Knopf gedrückt)? Werden wir in „Star Treks“ durch den Hyperraum reisen (die Erde ist nicht genug)? Oder gibt es technisch-physikalische und gesellschaftliche Limitierungen, welche die Entwicklung der Menschheit zementieren (Ende im Gelände)?

Was endlich ist, ist auch erschöpfbar. In welchen Dimensionen sich diese Endlichkeit, die Knappheit auswirken wird hängt von vielen Faktoren ab:

  • durchschnittliches Wachstum der Weltbevölkerung
  • durchschnittliches Wachstum des Ressourcenverbrauchs des Menschen
  • durchschnittlich höhere Effizienz von Technologien
  • Anzapfen zusätzlicher Ressourcen / neue Technologien

Also: wann Ende im Gelände ist, keiner weiß es. Hier gilt aber auch die Volksweisheit: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.

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