Warum Querulanten notwendig sind!

2 Mrz

Hallo alle Miteinander,

dieses YouTube-Video zeigt einen interessanten Vorfall mit einem Querulanten. Hier scheinen beide Seiten jenes Menschenschlages hervor. Einerseits die positive Seite, man kritisiert gegenwärtige Zustände und weißt auf Probleme hin. Ich denke, dass der Mann mit seiner Kernkritik recht hat: 1. Man kann Menschen beschenken, unabhängig vom Datum. 2. Mit dem Valentinstag verdienen vor allem Süßwarenhersteller und Blumenhändler, hinter diesem Tag stecken kommerzielle Interessen. 3. Unsere moderne Gesellschaft ist eingeengt vom Takt der Zeit. Daten und Uhrzeiten spielen eine wichtige Rolle. Es lohnt sich diese Rolle kritisch zu hinterfragen.

Anderseits zeigt das Video auch die negative Seite eines Querulanten. Die junge Reporterin wird sehr unfreundlich von dem älteren Herren behandelt. Sie wird von ihm sofort in Beschlag genommen, er nutzt diese Bühne für seine Generalkritik und diskreditiert ihr eigentliches Anliegen. Des weiteren macht der Mann gegenüber der Reporterin Unterstellungen, die schlicht nicht haltbar sind. Ich kann gut verstehen, wenn die Frau angepisst ist. Diese Besserwisser-Art, dieses sich-in-den-Vordergrund-stellen, dieses Verhalten sehr schnell zu übertreiben, macht das Zusammenleben mit solchen Leuten sehr schwer.

Klar ist aber auch, nur wenige Leute trauen sich so direkt, sich zu beschweren. Wer einen Kuschelkurs fährt, kann nicht davon ausgehen, seine Anliegen gegenüber anderen durchgesetzt zu bekommen. Man muss für eine Sache am Ball bleiben, gerade, wenn es um Dinge geht, die nicht jeden betreffen aber wichtig sind. Dies gilt nicht nur heute, zu jeder Zeit musste man kämpfen um seiner Beschwerde Gehör zu verschaffen.

Der Herr im Video zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie man gleichzeitig Zustimmung und Ablehnung erzeugen kann, wie man ernst und lächerlich zugleich wirkt, wie Vorurteile (alt, besserwisserisch …) und neue Einsichten zugleich bestätigt werden. Es ist dieser Widerspruch, der Menschen interessant macht, der den Menschen im Allgemeinen prägt.

Solche Menschen machen das Zusammenleben nicht leichter. Sie können dabei auch Grenzen überschreiten. Solange der Haussegen nicht allzu sehr schief hängt, sollte man so etwas ertragen können.

Die interessante Frage ist natürlich, was ist ein guter, was ein schlechter Querulant? Wenn man seine Eigeninteressen mit Vehemenz durchbringen will, weil man sich im Recht sieht, kann man sehr viel sehr schnell kaputt machen. Das ist das gute Recht eines Jeden, es muss aber nicht gut für alle sein. Hier die Grenze zwischen gut und schlecht ziehen zu wollen fällt mir aber schwer.

Für mich ist ein guter Querulant, wenn Jemand, Gemeinschaftsinteressen oder Interessen anderer durchbringen will, weil sich dies so „gehört“ Allerdings, können die Interessen anderer wieder beeinträchtigt werden. Die reine Güte des Querulantentums wird es auch hier nicht geben.

Zusammengefasst: eine Gesellschaft braucht Menschen, die sagen was sie denken, auch mit dem Risiko, unangenehm aufzufallen. Hieraus kann ein Nachdenken über die Beschwerden des Querulanten erwachsen, dass alle weiterbringt. Es kann aber auch passieren, das Gesellschaft eher aufgehalten wird, weil sich Beschwerden als Spam herausstellen. Ich denke dieser Spam lohnt sich, wenn eine Beschwerde dabei ist, die Gesellschaft wirklich weiterbringt.

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