Irgendwie funktioniert Crowdfunding doch

5 Mai

Hallo alle Miteinander,

hier hatte ich ja schon über die Sammelaktion von Herrn Kreymeier von Fernsehkritik-TV berichtet. Nun scheint sich die erfolgreiche Sammelaktion für ein anderes Projekt gelohnt zu haben. Die Plattform rund um die Linux-Distribution Ubuntu, ubuntuusers.de hat in kurzer Zeit 14.789,81 Euro. für neue Server gesammeltCrowdfunding ist in aller Munde.

Der hier verlinkte Heise-Artikel zeigt zweierlei: einerseits werden Anwender an einem Projekt beteiligt, andererseits stellen sie vor allem Geld zur Verfügung, damit das Projekt umgesetzt werden. Die am Projekt Beteiligten merken, wie die Resonanz in der Gemeinschaft ausfällt, die Gemeinschaft stimmt mit ihrem Geldbeutel über die Relevanz des Projektes ab. Anstatt in abstrakte Unternehmensbeteiligungen zu investieren, die ökonomischen Mehrwert versprechen, wird in konkrete Projekte investiert, die einen konkreten Nutzen befriedigen: Kultur, Software, Hardware und karitative Zwecke. Geld ist ja eigentlich nur ein Tauschmittel um sich die Befriedigung bestimmter Güter zu ertauschen. Da man nicht alle Güter im Laden kaufen kann muss die Produktion und Entwicklung neuer Güter und Dienstleistungen finanziert werden. Je direkter das geht, desto besser!

Wie weit man das treiben kann, weiß heute sicher noch niemand. Einen Strom-Konzern mit allem Pipapo aus Spendengeldern zu finanzieren wird sicher schwierig. Ein paar tausend Euro, bei gegebener „Community“ einzusammeln scheint wohl eher ein Klaks zu sein. Ob man in Zukunft staatliche Mittel, gerade auf kommunaler Ebene, auf diese Weise zusammen-sammeln kann, muss man noch sehen.  Charismatische Politiker können hier sicher genügend Mittel für ihren Wahlkampf sammeln. Projekte wie  Fernsehkritik-TV können damit eine Gegenöffentlichkeit am Laufen halten. Ob sich Mainstream-Medien finanzieren können, bleibt zweifelhaft.

Allerdings: das Sammeln von Geld für bestimmte Projekte ist keine Erfindung des Internet-Zeitalter. Das Netz bietet neue Möglichkeiten und Perspektiven. Der Kampf um Ressourcen wird hier ein wenig einfacher, er bleibt jedoch anstrengend genug. Das Paradies muss warten. Projekte können weiterhin scheitern. Oder eben furios Erfolg feiern. Oder sie liegen irgendwo dazwischen.

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