Abschied von jeglicher Analyse.

23 Jun

Hallo alle Miteinander,

der Artikel Staatsfernsehen mit Merkel und Löw bei SpiegelOnline hält, was er antitelt. Der Autor attestiert ARD und ZDF sich von jeglicher Analyse in ihren Programmen verabschiedet zu haben. Ob Fußballberichterstattung oder Berichte zur Eurokrise, folgender Satz aus dem Artikel stellt es gut dar:

Es ist eine Mischung aus Populismus und Anbiederung, ein opportunistisches Hinschleimen an die Macht, eine Angst um die eigene Position und ein Mitlaufen, wenn es ans Siegen geht. „Die anderen wollen das deutsche Geld“, auch so ein Satz aus der Tagesschau, die Teil wird des Triumphalismus-TV, das Tobias Rüther neulich bei der EM gesehen hat – aber Usedom ist überall, die Mischung aus Provinzialität und Größenwahn, mit der das ZDF sein Nichtssagerduo Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn auf eine riesige Bühne mitten in die Ostsee gesetzt hat, ist ziemlich symptomatisch für die Art, wie das Fernsehen heute die Welt zeigt.

Auch bei Fernsehkritik.tv lassen sich genügend Beispiele recherchieren, die diese Anbiederung thematisieren. Wo steht nun also das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland? Es ist sicher (noch) nicht auf das Niveau der Privaten gesunken, wo viele Dinge gar nicht mehr thematisiert werden oder Scripted-Reality-Formate Stereotypen und Vorurteile vertiefen.

Aber der hier zitierte Artikel zeigt, es könnte mehr drin sein an kritischer Auseinandersetzung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Meine Überschrift ist zwar provokativ und verzerrend gewählt, sie zeigt aber eine Entwicklung auf, die nicht nur mir auffällt.

Ein kleine weitere Notiz vom Mittelmaß, das uns umgibt, nicht wirklich schädlich, aber nutzen wird sie uns auch nicht. Sie plätschert so dahin, wie dieses Blog hier.

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