Doktoranden, Wissenschaft und andere unverstandene Dinge

21 Okt

Hallo alle Miteinander,

kaum fährt man den ersten Tag zur Uni, schon trifft man alte Bekannte wieder. Eine Kommilitonin, die ihre Dissertation in Erziehungswissenschaften schreibt, habe ich im Zug getroffen. Auf meine Frage, wie denn der Stand der Dinge sei, antwortete sie „schlechte Frage“. Das sie arbeiten muss, um sich ihr Leben zu finanzieren, steckt schon ganz schön viel Frust in ihr. Sie macht kaum Fortschritte. Natürlich kam das Gespräch sofort auf die Schavan-Geschichte. Ich will gar nicht abstreiten, das die ganzen Plagiatsvorwürfe der letzten Zeit auf meine Sicht gegenüber Doktoranden (ein Stück weit) abfärbt. Da beschweren sich Leute über über hohe Arbeitsbelastungen, wenig Anerkennung und wenig Freizeit. Das führt mich wieder zu der Frage, was (Doktor)Titel in der Gesellschaft wert sein sollen?  Sollen sie Beleg für ein höheres Einkommen sein? Oder für exellente wissenschaftliche Leistungen? Oder für sozialen Status? Ich weiß, dass die genannte Kommilitonin und Andere viel Arbeit, Fleiß und Herzblut in ihre Dissertationen stecken. Ich weiß aber auch, dass dieser Titel die Eintrittskarte in viele Jobs und sozialen Bereichen ist. Hier geht es zum Teil auch um tradierte Vorstellungen, wer, wo, mit welcher Qualifikation zu besetzen ist. Die Erlangung des Doktortitels hat eben nicht nur mit der wissenschaftlichen Innensicht, sondern auch etwas mit der gesellschaftlichen Außensicht zu tun. Dabei ist der Doktortitel eigentlich nur für die wissenschaftliche Innensicht gedacht.

Meine Mutter steckt auch viel Herzblut in ihre Arbeit. Dort hat sie hohe Arbeitsbelastungen zu erleiden, wird schlecht bezahlt und erhält dauerhaft schlechte soziale Anerkennung. Bevor die Kritik kommt, man könne das Abfassen einer wissenschaftlichen Arbeit nicht mit einer abhängigen Beschäftigung vergleichen, ja es gibt Unterschiede. Titel und Abschlüsse werden in unserer Gesellschaft zu hoch bewertet. Die Spezialisierung in einem wissenschaftlichen Bereich sagt (noch) nicht viel über gesellschaftliche Relevanz aus. Die Arbeit eines Friseurs, deren Relevanz, kann man leicht nachfühlen.

Klar, wir brauchen Doktoranden. Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen für sie. Wir brauchen aber auch bessere Rahmenbedingungen für Menschen im Mindestlohnbereich, im Lehrerberuf, in sozialen Berufen. Ein absolviertes Studium kann für sich allein, nicht als Argument für sozialen, ökonomischen Status dienen. Man muss ihn sich erarbeiten!

Dies bringt mich auf einen weiteren Punkt: in diesem Artikel in den scienceblogs wird wieder einmal  die Diskussion zu harten und weichen Wissenschaften thematisiert. Haben Wissenschaftler es wirklich nötig, sich und andere Kollegen zu klassifizieren? Genau das tun Begriffe wie harte, weiche und Nicht-Wissenschaften. Wissenschaftler teilen doch die selbe Weltsicht. Erkenntnisse sind vorläufig. Erkenntnisse müssen multiperspektivisch betrachtet werden.  Erkenntnisse müssen auf validen Annahmen und Schlussfolgerungen beruhen. Erkenntnisse müssen reproduzierbar sein. Erkenntnisse sollten (wenn möglich) empirisch getestet werden. Verschiedene Wissenschaften untersuchen verschiedene Dinge und nutzen verschiedene Methoden und Instrumente. Aber für alle Wissenschaften gilt: es dauert Jahrzehnte bis wissenschaftliche Erkenntnisse in den Alltag gerückt  sind.  Ob die Teflon-Pfanne, Terabyte-Festplatten, oder die Erkenntnis, das Frauen eben auch intellektuell fähig sind ein Staatsbürger zu sein, all dies hat eine jahrzehntelange Vorgeschichte.

Man darf Studierende und Doktoranden nicht wegen diesem Status sozial klassifizieren. Aber auch die Wissenschaftler sollten sich nicht untereinander qualifizieren. Eine Erkenntnis ist eine Erkenntnis. Das ist Wissenschaft! Daraus folgt nicht zwingend gesellschaftlicher Mehrwert. Es braucht viele weitere Menschen, die diesen Mehrwert erzeugen. Dinge zu klassifizieren mag ganz sinnvoll sein. Die Frage ist: was folgt daraus? Wir haben uns an das Maß der Besser- oder Schlechterqualifikation gewöhnt. Wir sollten uns lieber an die Qualifikation des Andersartigen gewöhnen

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13 Antworten to “Doktoranden, Wissenschaft und andere unverstandene Dinge”

  1. tinyentropy Oktober 25, 2012 um 17:29 #

    Reblogged this on Tinyentropy's Blog.

  2. tinyentropy Oktober 25, 2012 um 17:34 #

    Der Doktorand muss im Verhältnis zu seinen ehemaligen Studienkollegen gesehen werden, die mit dem gleichen Hochschul-Abschluss und vergleichbarem Engagement über eine Zeitspanne von 3-5 Jahren wesentlich mehr Geld verdienen. Der gleich qualifizierende Hochschulabschluss ist das entscheidende Merkmal als Grundlage für einen Vergleich. Andernfalls vergleichst Du Äpfel mit Birnen.

    Dass naturwissenschaftliche / technische Berufe anders bezahlt werden als gesellschaftswissenschaftliche ist ein anderes Thema. Das mag ungerecht sein.

    • marien86 Oktober 25, 2012 um 22:49 #

      Hallo tinyentropy,

      gegen deine Argumentation habe ich gar nichts einzuwenden. Es soll für die Entbehrungen auch mehr Geld geben. Die Frage nach dem „wie viel“ lässt sich nur sehr schwer beantworten, so wie die Frage, Wer, Was, Weshalb und Wie viel verdient, sich schwer beantworten lässt.

      Mir geht es um folgendes: wenn ich mich für eine Dissertation entscheide, muss ich mit gewissen Entbehrungen rechnen. Ein Studium allein ist noch keine Rechtfertigung für bestimmte Bedingungen für meine Umwelt.

      Genauso wenig ist die Berufsausbildung/Berufserfahrung meiner Eltern eine Rechtfertigung für bestimmte Bedingungen in deren (Arbeits)Umwelt. Mir scheint, dass einige Kommilitonen, hohe Erwartungen davon haben, unter welchen Bedingungen sie ihre Diss schreiben.

      Natürlich ist es Mist, wenn ich 30 Wochenstunden arbeiten + Diss schreiben muss, um zu überleben. Nur, was ist die angemessene Alternative?

      Ohne den naturwissenschaftlichen Kollegen zu Nahe treten zu wollen: was ist die Rechtfertigung für die deutlich höheren Bezüge? Du schreibst „Das mag ungerecht sein“ Ist also die Gerechtigkeit wissenschaftlicher Arbeit zwischen den einzelnen Disziplinen also diskutabel? Selbstverständlich haben wir den Nawis viel zu verdanken. Es ist aber schwer (gerade in der Grundlagenforschung) den Wert von Wissenschaft zu bemessen. Mir geht es nicht um Gleichmacherei. Mir geht es darum, dass die Löhne und Gehälter Abbilder einer pschologisch/soziologischen Wirklichkeit. Mit Gerechtigkeit hat dies nichts zu tun. Zumal sich ja die Frage stellt, wie ich sie bemesse.

      Trotzdem: Löhne und Gehälter, der unterschiedlichen Wissenschaftler und darüber hinaus, sind ungerecht. Was auch immer die Gründe dafür sein mögen.

      Gruß, David Marien

  3. exvitro November 5, 2012 um 18:12 #

    Wenn es ihr nicht passt, soll sie es sein lassen. Wozu sich quälen und Karriere machen wenn man das was dazu nötig ist nicht machen will oder nicht in der Lage ist? Als Frau muss sie es nicht. Sie kann genau so gut heiraten und Hausfrau sein…

    Was die Diskrepanz zwischen Geisteswissenschaften und Technischen bzw Naturwissenschaften… Ich bin pragmatisch. Ich denke das Naturwissenschaftler sich einfach mit viel wichtigeren Themen beschäftigen als die meisten Geisteswissenschaftler. Geisteswissenschaften sind ein Luxus, Naturwissenschften und Technik eine Notwendigkeit.

    • marien86 November 5, 2012 um 21:40 #

      Hallo exvitro,

      ich glaube, du verstehst da etwas falsch. Es passt ihr und sie will wissenschaftlich arbeiten, das mit der Karriere ist eher zweitrangig. Mir ging es darum, dass nur weil man eine Dissertation schreibt man kein zusätzliches Anrecht auf Alimentierung hat. Es ging gar nicht um sie, es ging um bestimmte Erwartungen, die sie (wenn auch nicht so direkt) geäußert hat. Auf der Anderen Seite sind wir alle nur Menschen und uns wünschen ein weniger arbeitsintensives Leben. Ob dies von Fall zu Fall gerechtfertigt ist, steht auf einem anderen Blatt.

      Zu dem zweiten Punkt: was wichtig ist, ist nicht immer so leicht heraus-findbar. Eine neue Metalllegierung kann den selben Mehrwert bringen wie eine Studie über Korruption. Wir wissen es nicht. Wissenschaft ist das systematische Suchen im Heuhaufen. Du sprichst davon, dass Naturwissenschaften und Technik notwendig sind. Wer will dir bei diesem Argument widersprechen? Genau hier liegt das Problem! Die neue Metalllegierung, die nach langen Jahren der Forschung, für die Leute „greifbar“ ist, greift in ihren Alltag ein. Die Studie über Korruption greift hierzulande in das Leben weniger Menschen ein. Sie findet verdeckt statt, die Leute sind indirekt betroffen. Du schreibst, Geisteswissenschaften, seien Luxus. Ist das Sprechen der deutschen Sprache Luxus? Ist es Luxus sich darüber Gedanken zu machen, wie Menschen in Zukunft Medien konsumieren wollen (Medienwissenschaft)? Ist es Luxus zu wissen, das bereits die alten Griechen Raubbau an der Natur trieben und so ihre Umwelt zerstörten?

      Genau diese Unterscheidung zwischen wichtig und weniger wichtig stört mich. Das Verständnis unserer Welt bringt uns alle weiter. Natürlich, die Metalllegierung ist anfassbarer als die Korruptionsforschung, beides ist aber gleich notwendig. Wir haben keine alltäglich verwertbaren Ergebnisse aus einer „Soziologie des Essens“ Niemand weiß, ob dort ein Puzzleteil versteckt ist, was hilft wichtige Probleme zu lösen.

      Wir wissen es nicht. Wissenschaft ist das systematische Suchen im Heuhaufen.

      Gruß, David Marien

      • exvitro November 5, 2012 um 22:46 #

        Ich habe es anscheinend tatsächlich falsch verstanden was die Frau ausdrücken wollte.

        Sie haben natürlich Recht, einen Anrecht auf zusätzliche finanzielle Leistung, nur weil sie eine Doktorandin ist hat sie nicht. Warum auch?

        Zu der anderen Frage.

        „Eine neue Metalllegierung kann den selben Mehrwert bringen wie eine Studie über Korruption. Wir wissen es nicht.“

        Korruption muss bekämpft, nicht studiert werden. Da braucht man keine Geisteswissenschaftler sondern Ermittler, Buchhalter und Richter. Welchen Mehrwert kann eine Studie über Korruption haben? Was kann eine Studie über Korruption finden was trainierte Ermittler, Buchhalter und Richter nicht finden können?

        Zu den anderen Fragen, ich vermute das sie rhetorisch sind aber ich kann trotzdem antworten.

        „Ist das Sprechen der deutschen Sprache Luxus? “
        Hat nichts mit Geisteswissenschaften zu tun. Auch Kulturen welche keine Geisteswissenschaften haben, haben eine Sprache welche sie ohne die Hilfe der Wissenschaft erlernen können. Sogar Bienen haben eine Sprache und es sind Insekten, ich rede nicht über höhere Wesen.

        „Ist es Luxus sich darüber Gedanken zu machen, wie Menschen in Zukunft Medien konsumieren wollen (Medienwissenschaft)?“
        Natürlich. Nur weil es alltäglich ist, ist es nicht weniger Luxus. Als Beispiel möchte ich Ihnen wieder die Kulturen welche jeden Tag sich sorgen darum machen müssen was sie morgen essen. Wir können uns Gedanken über zukünftigen Konsum machen nur weil wir danach in ein Auto steigen können und zum Supermarkt fahren und uns unser Essen dort kaufen. Insofern ist es Luxus.

        „Ist es Luxus zu wissen, das bereits die alten Griechen Raubbau an der Natur trieben und so ihre Umwelt zerstörten?“

        Diese letzte Frage ist wichtig. Sie haben vielleicht gemerkt das ich das Wort „meisten“ verwendet habe. Ich hatte einen Grund. Ich halte Geschichte für eine Geisteswissenschaft die genauso wichtig ist für uns wie Naturwissenschaften und Technik. Manchmal sogar wichtiger.
        Bei dieser Frage ist also direkt die Bedeutung der Geschichte sichtbar – wenn man weiß welche Fehler in der Vergangenheit gemacht worden sind und was gut funktioniert, so kann man es in der Gegenwart und Zukunft anwenden.

        „Genau diese Unterscheidung zwischen wichtig und weniger wichtig stört mich. Das Verständnis unserer Welt bringt uns alle weiter.“

        Natürlich bringt uns beides weiter. Nur das was wichtig ist, ist von einer grösseren Relevanz für unser tägliches Leben. Das was weniger wichtig ist, ist interessant aber nicht so relevant. es bereichert uns, kann aber auch vernachlässigt werden.

        „Natürlich, die Metalllegierung ist anfassbarer als die Korruptionsforschung, beides ist aber gleich notwendig.“

        Eben nicht. Die Begründung steht oben.

        „Wir haben keine alltäglich verwertbaren Ergebnisse aus einer “Soziologie des Essens” Niemand weiß, ob dort ein Puzzleteil versteckt ist, was hilft wichtige Probleme zu lösen. “

        Ich kann mir nichts darunter vorstellen. Welche Probleme gibt es mit dem Essen denn, welche von „Soziologie des Essens“ gelöst werden könnten?

        „Wissenschaft ist das systematische Suchen im Heuhaufen.“

        Um eine Nadel zu finden mit der man dann etwas nähen kann. Was der Heuhaufen dabei empfindet ist uns egal. Aber es ist interessant. Nur nicht relevant für das was wir nähen wollen.

        Und das ist der Unterschied zwischen den meisten GWs und NWs.

      • marien86 November 6, 2012 um 13:14 #

        Hallo exvitro,

        danke für Ihre ausführliche Antwort.

        Natürlich muss Korruption bekämpft werden. Manchmal fehlt den Leuten die Wahrnehmung, dass sie korrupt sind (Länder in der dritten Welt) Es fehlt das Bewusstsein dafür. Oder Insider erklären in einem qualitativen Interview warum sie korrupt wurden. Buchhalter, Juristen und der Staat bekommen so eine weitere Schraube gezeigt, an der sie drehen können.

        Ich habe mich mit der „deutschen Sprache“ etwas missverständlich ausgedrückt. Man kann ja fragen, wie die deutsche Sprache vereinfacht werden kann, ohne ihren Kern zu verlieren. Man kann fragen, wie das Lesen von Bücheren unser Allgemeinwissen erhöht. Und man kann danach fragen warum einige Wissenschaftler, Autoren, Menschen verständlicher schreiben als Andere.

        Auch Naturwissenschaften produzieren Luxus, und das nicht zu knapp. Es gibt natürlich notwendige Ziele. Ich möchte gar nicht wissen, was man mit dem Geld machen könnte, dass Automobilkonzerne in die Entwicklung von „In-Car-Entertaiment-Systemen“ stecken, machen könnte.

        Mit meiner „Soziologie des Essens“ wollte ich darauf hinaus, dass es Ergebnisse geben kann, die anderer Perspektive zweitverwertet werden können. Die Politikwissenschaft/Soziolgie hat die Spieltheorie genutzt um eben ihre Fragestellungen damit besser beantworten zu können.

        Ich denke, das wir beide uns sehr schnell einig werden, wenn es darum geht wofür nicht Geld ausgeben werden sollte. Wenn wir die Etats der Rüstungsindustrie deutlich reduzieren, wenn wir unsinnige Subventionen Streichen und wenn wir Leute breiter an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligen, können wir uns den „Luxus“ der GW leisten. Wir könnten jeden Wissenschaftler angemessener bezahlen.

        Manchmal sind die Lösungen einfach. 🙂

        Gruß, David Marien

  4. exvitro November 7, 2012 um 12:35 #

    Hallo David,

    „Manchmal fehlt den Leuten die Wahrnehmung, dass sie korrupt sind (Länder in der dritten Welt) Es fehlt das Bewusstsein dafür.“

    In manchen Kulturen ist Korruption teil dieser Kultur. Wer sind wir um es Ihnen zu sagen das ihre Kultur schlecht ist?

    „Ich habe mich mit der “deutschen Sprache” etwas missverständlich ausgedrückt. Man kann ja fragen, wie die deutsche Sprache vereinfacht werden kann, ohne ihren Kern zu verlieren. Man kann fragen, wie das Lesen von Bücheren unser Allgemeinwissen erhöht. Und man kann danach fragen warum einige Wissenschaftler, Autoren, Menschen verständlicher schreiben als Andere.“

    Warum soll die deutsche Sprache vereinfacht werden?! Es macht keinen Sinn. Egal welche Sprache zu vereinfachen. Das erlernen einer komplexen Sprache hilft dem Sprecher auch dabei komplexe Gedankengänge machen zu können. Wenn man eine einfache Sprache hat – wie soll man sich da geistig entwickeln? Wie soll man dann die Klassiker lesen und verstehen können? Man entwickelt sich dann zu einem Volk von Dummköpfen. Wir sollten uns gegen Neusprech widersetzen wo wir nur können!
    Die anderen Beispiele, welche Sie hier genannt haben gehen wieder in die Luxus Kategorie, nach meiner Meinung.

    „Auch Naturwissenschaften produzieren Luxus, und das nicht zu knapp. Es gibt natürlich notwendige Ziele. Ich möchte gar nicht wissen, was man mit dem Geld machen könnte, dass Automobilkonzerne in die Entwicklung von “In-Car-Entertaiment-Systemen” stecken, machen könnte.“
    Ja da haben sie auch Recht. Diese Lust nach dem Luxus, nach dem Neuen, Modernem ist einfach eine der Grundlagen der kapitalistischen Konsumgesellschaft. Deshalb hat es auch einen direkten Nutzen – Menschen geben Geld aus für Sachen die sie nicht brauchen. Und das treibt den Motor des Kapitalismus an. Eine Studie darüber warum Goethe besser war als Schiller tut es nicht.

    „Mit meiner “Soziologie des Essens” wollte ich darauf hinaus, dass es Ergebnisse geben kann, die anderer Perspektive zweitverwertet werden können. Die Politikwissenschaft/Soziolgie hat die Spieltheorie genutzt um eben ihre Fragestellungen damit besser beantworten zu können.“

    Sie meinen das die Ergebnisse in einer Disziplin relevant für eine Andere sein könnten? Das ist sicher so. Aber eine Studie über Korruption wird nie irgendwelche neuen Aspekte über den Design von In-Car-Entertainment-Systemen hervorbringen. Sogar in Ihrem Beispiel – sind es die Geisteswissenschaften die von der Mathematik profitieren.

    „Ich denke, das wir beide uns sehr schnell einig werden, wenn es darum geht wofür nicht Geld ausgeben werden sollte. Wenn wir die Etats der Rüstungsindustrie deutlich reduzieren, wenn wir unsinnige Subventionen Streichen und wenn wir Leute breiter an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligen, können wir uns den “Luxus” der GW leisten. Wir könnten jeden Wissenschaftler angemessener bezahlen.“

    Da haben Sie recht. Nur wenn ich ganz ehrlich bin – mit den jetzigen Entwicklungen in der Welt, wäre ich eher dafür die Rüstungsindustrie etwas anzukurbeln. Ideal wäre aber wenn alle Länder der Welt darauf verzichten würden ein Militär zu haben. Aber das wäre eine Utopie 😉
    Womit ich 100% einverstanden bin ist aber einige Subventionen, Ausgaben, Steuern etc. zu kürzen (zum Beispiel die GEZ welche immer schlimmer wird) und dieses Geld dann für Bildung, Forschung und Wissenschaft (sowohl für GWs als auch NWs) und gemeinnützige Zwecke sowohl im Inland als auch Ausland, ausgibt. Ich werde darüber mehr in meinem Blog schreiben wenn ich die Zeit dafür habe.

    • marien86 November 8, 2012 um 19:03 #

      Hallo exvitro,

      damit hier kein falscher Eindruck entsteht, ich möchte Niemanden sagen, was gut oder schlecht ist. Nun hat Kultur, wie alles was Menschen so tun, nicht für alle Individuen den selben Effekt. Gerade weil wir Deutschen im Glashaus sitzen, sollten wir nicht mit Steinen werfen: die UN-Konvention zur Korruptionsbekämpfung wurde noch nicht ratifiziert, deutsche Konzerne korrumpieren bis heute dort wo sie können (oder müssen), ob bei dt. Sportfunktionären auch immer alles so glatt läuft, darf bezweifelt werden.

      Wegen Vereinfachung und Neusprech: ich bin auch gegen Neusprech. Es wird aber sicher Regelungen in der Grammatik und Orthographie geben, die der dort verankerten Systematik widersprechen, ich bin kein Germanist, kann mir aber vorstellen, das nicht alle Baustellen dort abgeräumt wurden. Germanisten und Medienwissenschaftler können uns helfen Neusprech aufzudecken und ein Kritiksprech zu etablieren. Auch Wortneuschöpfungen bzw. die Findung von deutschen Worten, die es anderen Sprachen gibt, nur nicht im Deutschen (Polity, Politics, Policy).

      Darf ich Sie fragen, warum man den Rüstungsetat „in der jetzigen Entwicklung“ erhöhen sollte?

      Zur GEZ: das Problem ist doch gar nicht die Gebühr und ihre Höhe, an sich, sondern deren Verwendung und die Art und Weise ihrer Einziehung. Was nutzt eine Einnahmekritik, wenn es keine Ausgabenkritik gibt? Ich sage nicht, das die Höhe der Gebühr in Stein gemeißelt ist, ich sage nur, das mir diese Aussage zu pauschal ist. Wir benötigen keine Rundfunkräte, üppige Gehälter von Rundfunkintendanten, den 5. Klon des Musikantenstadls sowie sowie weitere wohlfeile Berichterstattung über Politiker(Parteien). Sollte sich damit ein qualitativ hochwertigeres Programm bei niedrigeren Gebühren realisieren lassen, mir soll es recht sein.

      Ich frage mich bei der ganzen Förderung der erneuerbaren Energien schon, wie effektiv die gezahlten Subventionen wirken? Wer profitiert wirklich? Was ist mit Effizienz und Effektivität? Ist es wirklich legitim, mit der Stromumlage, ein nie verendendes Fass Geld aufzutun?

      Insofern kann man die Politikwissenschaft hier wieder als „Luxuswissenschaft“ bezeichnen. In der vergleichenden Politikwissenschaft gibt es sicher Arbeiten, welchen Erfolg andere Staaten mit erneuerbare-Energien-Gesetzen hatten (haben) „Erfolg“ bezieht sich hier nur auf die Frage wie schnell, mit welchen Veränderungen, von welchen Gruppen veranlasst, wurden Gesetze verabschiedet und umgesetzt. Antworten über die eigentliche Effizienz und Effektivität von Gesetzen müssen andere Wissenschaften treffen. Selbiges gilt sicher im Bereich Internationale Beziehungen (int. Energiepolitik.)

      Ist die Politikwissenschaft (bzgl. o. g. Energiepolitik) für Sie eine Luxuswissenschaft?

      Gruß, David Marien

      • exvitro November 9, 2012 um 12:07 #

        Hi David,

        „Gerade weil wir Deutschen im Glashaus sitzen, sollten wir nicht mit Steinen werfen: die UN-Konvention zur Korruptionsbekämpfung wurde noch nicht ratifiziert, deutsche Konzerne korrumpieren bis heute dort wo sie können (oder müssen), ob bei dt. Sportfunktionären auch immer alles so glatt läuft, darf bezweifelt werden.“

        Jepp so sehe ich das auch. Wir haben hier genug Probleme um die wir uns kümmern sollen. Nicht nur die Korruption sollte bekämpft werden sondern vor allem das Rechtssystem reformiert. Und falls es gemacht wird (was ich nicht glaube) wird es eine titanische Arbeit sein.

        „Darf ich Sie fragen, warum man den Rüstungsetat “in der jetzigen Entwicklung” erhöhen sollte?“

        Weil die Welt aufrüstet. China, Russland, USA, Iran – alle grossen Spieler rüsten auf wie bekloppt. Die Situation im Nahen Osten und die wirtschaftliche Lage in Europa und USA sind alle sehr instabil. Es würde jetzt keinen Sinn machen abzurüsten. Si vis pacem para bellum.

        „Zur GEZ: das Problem ist doch gar nicht die Gebühr und ihre Höhe, an sich, sondern deren Verwendung und die Art und Weise ihrer Einziehung. Was nutzt eine Einnahmekritik, wenn es keine Ausgabenkritik gibt? Ich sage nicht, das die Höhe der Gebühr in Stein gemeißelt ist, ich sage nur, das mir diese Aussage zu pauschal ist. Wir benötigen keine Rundfunkräte, üppige Gehälter von Rundfunkintendanten, den 5. Klon des Musikantenstadls sowie sowie weitere wohlfeile Berichterstattung über Politiker(Parteien). Sollte sich damit ein qualitativ hochwertigeres Programm bei niedrigeren Gebühren realisieren lassen, mir soll es recht sein.“

        Ja das habe ich auch gemeint. Sie wird jetzt nicht auf Auskunftsbasis eingezogen sondern absolut automatisch per Haushalt! Da fehlen mir die Worte um es treffend zu bezeichnen und dabei noch Höflich zu bleiben. Es ist räuberische Erpressung! Und das in einem angeblich freiem „Rechtsstaat“. Wo ist da das Recht? Dazu werde ich noch ein Paar Artikel schreiben, vielleicht können wir ja da das Gespräch zu diesem Thema fortsetzen. Überhaupt den Bürger zu zwingen zu zahlen für eine unabhängige mediale Berichterstattung und dann sie nicht zu machen, Marienhof zu produzieren und Gottschalk Schlösser kaufen und dann auch noch Inhalte zu falsifizieren, manipulieren und verschweigen…Das ist mehr als kriminell. Ich höre kein Radio und habe kein Fernseher. Und trotzdem muss ich zahlen weil ich ein PC habe!? Heh, wie Du siehst (lass uns auf Du wechseln? Ich meine im Tinyentropys Blog haben wir es auch schon gemacht. Bin sonst verwirrt wen ich dutzen und wen sietzen soll ;)) ist dieses Thema eins was mich richtig aufregt. Denn es ist so grundsätzlich falsch so ein Laden wie die GEZ zu haben das es schon fast verfassungswidrig ist in meinen Augen.

        „Ich frage mich bei der ganzen Förderung der erneuerbaren Energien schon, wie effektiv die gezahlten Subventionen wirken? Wer profitiert wirklich? Was ist mit Effizienz und Effektivität? Ist es wirklich legitim, mit der Stromumlage, ein nie verendendes Fass Geld aufzutun?“

        Ich weiss es nicht. Ich bin hier zu uninformiert. Was ich aber als Laie begreife ist das der Atomausstieg der größte Fehler ist. Zwar aus politischer Sicht korrekt gehandelt aber aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht ein kompletter Reinfall.

        „Ist die Politikwissenschaft (bzgl. o. g. Energiepolitik) für Sie eine Luxuswissenschaft? “

        Politikwissenschaft definitiv. Genauso wie der riesige bürokratische Apparatus welchen wir hier haben. Man braucht keine Politikwissenschaftler um gut zu regieren. Man braucht gute Politiker, Analysten und Historiker. Und jeder gute Politiker muss schon ein Politikwissenschaftler sein – aber das hat auch jeder gute Politiker in sich, er braucht es nicht an der Uni zu studieren. Insofern sind sie in meinen Augen redundant, nett zu haben aber nicht notwendig für eine gute Regierung. Die Tatsache das wir sie haben und trotzdem keine gute Regierung gibt auch zu bedenken 😉

        Energiepolitik ist hingegen was anderes und eine Notwendigkeit. Ja sogar in der heutigen Zeit die grösste Notwendigkeit für ein Staat. Denn ohne Energie werden wir unseren Lebensstandard nie halten können. Natürliche Ressourcen werden knapper, Menschen welche mit einem niedrigerem Lebensstandard leben können oder wollen werden auch weniger. So wie ich es sehe wird es irgendwann zu einer grossen sozialen Katastrophe kommen – wir sind sogar vielleicht schon an dem Beginn davon.

      • marien86 November 9, 2012 um 16:31 #

        Hallo exvitro,

        ich habe dich in meiner ersten gedutzt. Darauf hast du mich gesiezt. Dann habe ich dich gesiezt. Das nennt man wohl missverstandene Interaktion! 🙂

        Deine Ausführungen bilden eine Realpoltische Sichtweise ab. Das Ding ist: selbst konventionelle Waffen bieten ein solches Zerstörungspotential, man wird sie kaum in der Realität einsetzen, von Atomwaffen ganz zu schweigen. Der Abstieg der USA ist absehbar, Schlachten werden in Zukunft sowieso in den Laboren durchgeführt. Warum lenkt man nicht gleich die Mittel in die Forschung und nicht über Umwege. (Das US-Verteidigungsministerim hat die Anfänge des Internets finanziert – „Cyberwar“ ist hier nur eine Fortsetzung)

        Zur GEZ: dort bildet sich ein interessantes ökonomisches Problem ab. Es soll ein öffentliches Gut finanziert werden, aber nicht die gesamte Öffentlichkeit konsumiert dieses Gut. Die Qualität des öffentlichen Gutes lasse ich hier mal bewusst außen vor. Das wäre nochmal ein extra Thema, sich auf einen Konsens zu einigen, wo die Mindestqualität liegt. Die Mittel(nicht)verwendung, und die Frage ob wirkliches alles öffentlich zugänglich ist, verschärft die genannte Problematik noch. Blinde, Sehbehinderte, Taubstumme u. a. Gruppen werden ausgeschlossen, obwohl deren Ausschluss mit heutigen technischen Mitteln bereits reduzierbar wäre. Das stört mich! Warum können diese Gruppen z. B. Bundestagsdebatten, nicht, in der für sie geeigneten Form konsumieren? Die Finanzierung würde keine großen Löcher reißen.

        Zur Politikwissenschaft: nun, jetzt fühle ich mich als angehender Politikwissenschaftler natürlich angesprochen, das habe ich ja so provoziert! 🙂

        Ich weiß von einigen Kommolitonen und Absolventen die für Politiker arbeiten (bzw. in deren Umwelt), das ihre Arbeitgeber ganz ganz froh sind, dass es uns gibt. Du formulierst wieder eine Utopie: so sollte es sein. Die Politikwissenschaft trifft keine Aussagen über das Regieren, an sich, sondern versucht allgemeine Aussagen zu finden:

        – Brauchen wir zweite Kammern noch?
        – Hat sich die Rolle bzw. das Verhältnis von politischen Institutionen im Laufe der Zeit geändert?
        – Was bedeutet dies für Minister, Abgeordnete, Verfassungsgerichte und Medien?
        – Wie verändert sich die Rolle der Parteien, lassen sich Prognosen aufstellen?

        Eine kleine Themenauswahl unter vielen. Hierbei ist auch zu bedenken: viele Berufspolitiker sind Juristen, kommen aus dem öffentlichen Dienst oder sind Unternehmer. Einen politischen Instinkt haben sie alle. Wir sind ein Teil der Fachidioten, wir analysieren. Politiker fragen uns: ich dies und jenes machen, was muss ich tun? Hier geht es vor allem um Prozeduren und Institutionen. Die Themen sind bereits da. Sie müssen auf die Agenda gesetzt und den langen Marsch der Institutionen antreten. Wir können prognostizieren, mit welchen Veränderungen an einem Gesetz, deren Wahrscheinlichkeit steigt, den Bundestag zu durchlaufen. Die erfahrenen Berufspolitiker haben hier bereits eine Intuition, wir können diese Institution statistisch und programmatisch unterfüttern.

        Von deinen Standpunkt aus betrachtet, fällt es mir schwer ein Killerargument für die Politikwissenschaft zu liefern. Juristen denken zu sehr in juristischen Schemata und lassen informale Strukturen außer Acht. Historiker fühlen sich gar nicht berufen, Politiker zu beraten. Es mag dort sicher Ausnahmen geben, in der Regel arbeiten keine (wenige) Historiker im politischen Umfeld. Soziologen interessieren sich eher für nicht-politikwissenschaftliche Themen: Familie, Sozialstruktur, Genderstudies. Natürlich greifen wir Themen aus allen diesen Wissenschaften auf und bieten ein Gesamtmenü an. Die Numberchruncher, also Leute, die Statistiken und Wahlumfragen erstellen und auswerten sind natürlich sehr wichtig. Wir sind (scheinbar) wichtig genug, um unsere Disziplin zu rechtfertigen.

        Noch was zum schlechten Regieren: wenn keiner den Mut hat dem Kaiser zu erklären, dass er nackt ist, weil man befürchtet den Job zu verlieren, dann haben wir ein Problem. Nicht Berufe und wissenschaftliche Disziplinen sind schuld am schlechten Regieren, sondern die Leute die sich dort eingerichtet haben. Des weiteren bilden wir auch keine Auswahlkommtiees, die Spitzenpolitiker auswählen. Das müssen und sollen die Parteien tun. Wir können Hinweise geben. Mehr nicht.

        Damit werde ich dich sicher nicht umgestimmt haben, wenn ich etwas Nachvollziehbarkeit erreicht haben sollte, wäre ich zufrieden. 🙂

        Dass Energiepolitik ein notwendiges Feld für die gegenwärtigen Gesellschaften ist, ist klar.

        Eine soziale Katastrophe scheint möglich, wie so vieles. Wir sollten uns die Frage stellen, ob viele Familien ein Zweitauto benötigt? Ob viele Familien jedes Jahr in den (Fernreise)Urlaub reisen müssen? Ob Bananen wirklich nur ein paar Cent wert sein dürfen? Ob wir jeden dritten Tag ein Fleischgericht genießen müssen? u.v.m.

        Das Gerede um den Lebensstandard, hier im Westen, ist doch sozial konstruiert. Wenn jeder ein wenig verzichten könnte, Geräte und Produktionen effizienter werden und wir neue Energiequellen nutzen, lassen sich solche Katastrophen vermeiden. Man kann hier argumentieren, das Glas ist halbleer, das wird nix mehr. Optimismus mag vielleicht naiv sein, ich stehe dazu, dass ich naiv bin. 🙂

        Gruß, David Marien

  5. exvitro November 9, 2012 um 17:08 #

    Hi David,

    leider habe ich im Moment nicht die Zeit ausführlich zu antworten. Werde es am Wochenende machen. Bis dahin aber antworte ich kurz und vermischt mit einer Priese von Humor.

    Was die Rüstung angeht – wenn die nur Viren haben und wir geimpfte oder geschützte Soldaten dann haben die keine Chance 😉 Das was Du geschrieben hast erinnert mich an das was Ray Bradbury (ich bin mir sicher das es er war. Hätte auch Asimow sein können – jedenfalls ein bekannter SF Schriftsteller) mal so ungefähr gesagt hat „Kriegsschlachten der Zukunft werden so aussehen das sich Chemiker mit Reagenzgläsern an der Grenze treffen“ (wie gesagt aus dem Gedächtnis und nicht wortgetreu). Lustig das Du es auch so siehst hehe…Was die Massenvernichtungswaffen angeht – da wäre ich mir nicht so sicher. Sie wurden bereits eingesetzt. Und wenn man in die Enge getrieben wird, wer auch immer – sie werden wieder eingesetzt. Da bin ich mir sicher.

    Zur GEZ jepp Du hast recht. Hier muss ich aber ausführlich antworten, gerade was die ungerechte Behandlung der behinderten Menschen angeht.

    Zu der Politikwissenschaft – hehe ich habe nie gesagt das sie nicht wichtig ist. Sondern eine Luxuswissenschaft. Und mit Luxus meinte ich nicht abwertend sondern einfach wie es ist – solange man die Ressourcen hat, warum nicht? Ich werde in der nächsten Antwort genauer dazu schrieben.

    Was das schlechte Regieren angeht – das ist ja das Problem. Die Regierung im Moment dient nicht dem Volke sondern der Selbsterhaltung. Und nicht nur bei uns. Und sie macht es so das das Volk sich nicht dafür interessiert, sie nicht versteht etc. Unterschtützt wird sie dabei von einem Rechtssystem welcher nicht für die Menschen gut ist sondern eben der Selbsterhaltung des Staates und der Wirtschaft. Ist sehr allgemein gesagt, ich werde aber mit Beispielen kommen.

    Hier ist es zum Beispiel eine Möglichkeit für Politikwissenschaftler zu glänzen – macht die Politik populär. Bildet die Menschen, versucht mehr Interesse zu erwecken. Klärt auf – denn Unwissenheit ist das schlimmste was es geben kann. Nicht umsonst sagt man Wissen ist Macht. Und ich meine nicht das man erklären soll wie dieStrukturen und Prozesse in der Politik sind. Das auch, aber wichtiger ist das die menschen anfangen wieder politisch Denken zu können. Nicht nur die Details verstehen sondern die Gesamtheit.

    Was den Optimismus angeht…Besser ein Optimist sein und sich irren als ein Pessimist und Recht haben 😉

    Wünsche Dir noch ein schönes Wochenende!

  6. exvitro November 11, 2012 um 14:01 #

    Hi David,

    habe angefangen Dir hier zu antworten, kann es aber nicht mehr zu ende führen. Muss jetzt was anderes machen.

    Werde die Antwort in den nächsten Tagen posten. Bis dahin (wir hatten uns über Atomwaffeneinsatz kurz unterhalten):

    http://www.jpost.com/IranianThreat/News/Article.aspx?id=291295

    Ich glaube leider wird es immer wahrscheinlicher. Man weiss nicht ob es nur mit den Säbeln rasseln ist oder ernst…Jedenfalls darüber wird diskutiert. Und nicht als letzte Mittel der Verteidigung, nein als ein präventiven Erstschlag.

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