Die Piratenpartei: eine Innen- und Außensicht

16 Feb

Hallo alle Miteinander,

der Bundestagswahlkampf rückt immer näher. Da wächst auch das persönliche Interesse an politischen Parteien. Vielleicht achtet man in diesem Zusammenhang verstärkt auf politische Gespräche. Wenn ich mit Piraten über deren Partei spreche, ob an der Uni oder im Netz, in folgenden Punkten stimmen sie (mehr oder minder) überein:

  • die Medien berichten unsachgemäß und verzerrend über uns
  • die Wähler sind zu ängstlich und lassen sich von den Medien und der Konkurrenz einlullen
  • die Piratenpartei erarbeitet weiterhin ein Parteiprogramm und ist an der Basis voll funktionsfähig

Wer sich mit einer Partei identifiziert, wer sich in ihr und mit ihr engagiert, wer die alltägliche Parteiarbeit mitbekommt wird schnell obige Punkte teilen.
Ja, Medien sollen einen herschaftsfreien Diskurs ermöglichen, tun sie nicht, können sie nicht und der Leser will es auch nicht! Ja, Menschen sind tendenziell ängstlich und nehmen das bekannte Schlechte eher in Kauf als das unbekannte Gute. Menschen (und auch ich) wollen sich nicht durch Parteiprogramm wühlen um zu erfahren welche Position sie hat.

Und ja, auch die FDP-Basis wird die Partei am Laufen halten.

Politik ist keine BWL, keine (reine) Kosten-Nutzen-Analyse. Politik ist Show, ist Unterhaltung, ist Darstellung! Das heißt nicht, dass wir durchoptimierte Spitzenpolitiker brauchen, die nach einem mathematischen Mittelwert berechnet werden. Das heißt auch nicht, dass Politiker keine Ecken und keine Kanten mehr heben dürfen. Bitte mehr davon!

Was soll ich als Wähler davon halten, wenn SMS-Konversationen von prominenten Parteimitgliedern veröffentlicht werden? Ist es wirklich Basisdemokratie, wenn die Basis in einer „Führungskrise“ befragt werden muss? Ich habe große Sympathien für die Grundideen der Piraten, ich habe Sympathie, wenn man Dinge anders machen will. Und ich habe Verständnis dafür, dass eine schnell wachsende Partei, die wachsende Verantwortung durch Landtagsmandate und der steigende öffentliche Druck Probleme schaffen. Nur, diese Probleme müssen gelöst werden. Im Untersuchungsausschuss BER des Berliner Abgeordnetenhauses scheint dies unter unter dem Piraten Martin Delius zu gelingen. Auch die Seite BERwatch der Piratenfraktion, macht klar wie es gehen kann!

Ich hoffe, dass aus dem Chaos eine Ordnung entsteht! Ich hoffe, dass sich die Piraten darstellen können, ohne sich selbst durchoptimieren zu müssen. In ihrem jetzigen Zustand ist die Partei unwählbar für mich! Das kann sich ändern! Bleiben wir gespannt!

Die  Innen- und Außensicht zeigt, alles ist eine Frage der Perspektive! Ein gesundes Mittelmaß zu finden ist schwierig aber notwendig! Sich von seiner Perspektive lösen zu können, ist wichtig und notwendig, vielleicht ist es für die Piraten lebensnotwendig!

 

 

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