Crowdfunding – was soll es bringen?

4 Mai

Hallo alle Miteinander,

in diesem Artikel habe ich mich bereits zum Thema Crowdfunding geäußert. Nun hat sich tinyentropy in seinem Artikel verhalten optimistisch geäußert.

Ich zitiere mich aus den Kommentaren mal selbst:

[.]du hast geschrieben: ” dass es viele potentielle Risiken bei dieser Art der Projektplanung gibt, besonders fuer die Spender.” Ein Agieren im Markt ist immer mit Risiken behaftet, die sind auch nicht potentiell, die sind einfach da. Croudfunding beseitigt auch keine Ungleichheiten, es kann diese sogar noch verstärken. Klar, wenn ich bereits eine Community um mich habe, fällt es leichter Geld, Zeit und Aufmerksamkeit einzusammeln. Andere müssen sich dies noch erarbeiten. Wie heißt es doch in der Bibel ” wer hat, dem wird gegeben.”

Aus einer soziologischen Sicht überrascht mich dies überhaupt nicht. Hier werden die losen Strukturen zwischen Fans und Künstler gestärkt. Man kann direkt unterstützen und am Fortschritt partizipieren. Eine Art “Wir-Gefühl” entsteht. Es gibt viele solcher Projekte im kleineren Rahmen, nicht nur zu Kultur.

Da geht noch was!

Man sich den Punkt der (Un)Gerechtigkeit weiter ansehen und argumentieren:

mal etwas ketzerisch gefragt, sollen denn Strukturen ermöglicht werden, die gleichen Zugang zu ökonomischen Ressourcen gewähren? Klar ist es für den “kleinen” Sammler ärgerlicher, wenn er mehr Aufwand treiben muss als die Großen. Und es ist ärgerlich, wenn bestimmte Quantitäten an Geld und Zeit nicht erschlossen werden können, Andere aber dies schaffen!

Soll nun eine Instanz den Gral der Gleichheit definieren? Crowdfunding ist kein marxistisches Kampfinstrument. Es bietet die Möglichkeit von vielen Leuten kleine Beträge einzusammeln. Aufwand und Kosten werden reduziert. Dass ermöglicht, das Projekte schneller finanziert oder gar erst zustande kommen.

Man kann es positiv wenden: cf ermöglicht, dass am Anfang eine kleine Gruppe aufmerksam wird. Im Laufe zahlreicher Projekte wächst die Gruppe und deren Ressourcen. cf definiert keine institutionellen Schranken, wie sie bei Banken oder Teilhabern existieren. Es ermöglicht, dass schneller sondiert werden kann, wo Bedürfnisse auf deren Befriedigung treffen.

Es ist gerade der Witz bei Angebot und Nachfrage, dass beides am Anfang auseinander fällt, im Verlauf sich aber ein Gleichgewicht bildet. Der kleine Sammler etabliert genauso dieses Gleichgewicht wie der Große. Nur, Angebot und Nachfrage liegen beiden in unterschiedlichen Quantitäten vor. Wer groß wird (oder umgekehrt) dass bestimmen (im besten Fall) ausschließlich die Konsumenten.

So einfach kann das sein! 🙂

Hier gilt aber auch: Mittelmaß  finden. Darauf zielt meine Argumentation ab. Crowdfunding sollte durch die Strukturen der Anbieter nicht künstliche Schranken schaffen, dann wären sie auch nicht besser als Banken. Ein Crowdfunding-System, wo sich nur noch die großen Sammler ihr Geld abholen, ist auch nicht Sinn der Sache. Wie kann man kleinen Projekten als Crowdfunding-Anbieter helfen, ohne dabei zu bevormunden, bevorzuteilen?

Ich weiß es nicht.

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