Kurzkommentar: auf zu neuen Ufern!

28 Dez

Hallo alle Miteinander,

das Jahr, welches in den Startlöchern steckt, wird uns alle zu neuen Ufern tragen. Ob wir sie schon 2014 sehen können ist ungewiss. Es gibt eine Ahnung, dass da etwas ist. Die Post-Snowden-Zeit schreitet weiter voran, die Chinesen werden nicht nur Sonden zum Mond schicken und: jetzt werden Weichen gestellt. Das EU-Datenschutzrecht wird neu geregelt werden, Regelungen zum Finanzmarkt werden verabschiedet werden.

Die Umrisse werden klarer, aber der Nebel ist noch nicht verzogen. Das Schiff dümpelt im Meer, der Kapitän suggeriert alles im Griff zu haben. Dabei ist er so ahnungslos wie die ganze Besatzung. Laufen wir auf einen Riff auf und versinken? Schrammen wir daran vorbei und können weiterfahren? Werden wir unbeschadet vorankommen und das Ufer erkennen können? Es ist gewiss, dass etwas kommen wird. Was dieses „etwas“ genau ist, dass wissen wir nicht. Das haben wir nie gewusst. Hinterher waren wir des öfteren schlauer. Wir können einen leeren Ozean entdecken oder ein paar unbewohnte Inseln oder einen neuen rohstoffreichen Kontinent. Das vermeidliche Ufer kann sich als Illusion entzauben. Es kann aber auch eine Verheißung sein.

Seien wir wie Sisyphos in der Lesart von Camus: nehmen wir die Gewissheit des Ungewissen (am Leben) als etwas befreiendes an. Nutzen wir den Tag, ohne uns am Morgen, über das „wie“, den Kopf zu zerdeppern. Nutzen wir unseren Hirnschmalz, ohne dabei den Bauch zu ignorieren. Erfreuen wir uns an den kleinen Dingen des Lebens und machen wir uns gleichzeitig die Ungerechtigkeit der Welt bewusst. Üben wir stoische Gelassenheit, ohne ignorant zu sein. Leben wir einfach unser Leben, ohne es uns madig machen zu lassen.

Auch in meinem Leben wird ein neues Ufer sichtbar. Ich werde meine Master-Arbeit schreiben und das Studium abschließen. Was dann kommt, es wird sich ergeben. Auf jeden Fall neigt sich ein Lebensabschnitt dem Ende. Ich würde lügen, wenn ich leugnen würde, dass mir ein wenig mulmig ist. Das gehört aber dazu, diese „Mulmigkeit“.

Ich bin froh genau in diesen Zeiten zu leben. Gesellschaft verändert sich, Gesellschaft ist zu kritisieren. Wie sich der Einzelne dort beteiligen kann, wie solche Beteiligungsverfahren auszugestalten sind, was sie ausmacht, damit werde ich mich intensiv beschäftigen. Das Ufer erscheint schon vor meinem geistigen Auge. Mit Fleiß, Hirnschmalz und einem Quäntchen Glück werde ich mein Ufer erreichen.

Ich wünsche euch den Fleiß, den Hirnschmalz und jenes Quäntchen Glück, das euch an euer Ufer spült.

Auf ins neue Jahr.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: