So kann es auch gehen!

13 Sep

Hallo alle Miteinander,

nach den ganzen deprimierenden Artikeln der letzten Wochen, bin ich ganz froh, mal etwas positives schreiben zu können!

Das Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands vom Vereinigten Königreich steht kurz bevor. Es zeigt: man auch über große Fragen friedlich und demokratisch entscheiden. Und: die Geschichte ist eben nicht zu Ende! OK, auch wenn das jetzt doch zu sehr aus dem Zusammenhang gerissen ist zeigt sich, dass sich Staatsgrenzen verschieben können, jederzeit, überall. Wie immer das Referendum ausgehen würde, ich bin auf dessen Nachwirkungen gespannt. Kommen die Bayern doch auf den Geschmack wieder unabhängig zu werden? Die Katalanen werden das Referendum sicherlich als Argumentationshilfe für ihre eigene Unabhängigkeit nutzen.

Die Regierung in London muss sich fragen lassen wie stark sie (nach außen) ist. Wenn im Inneren ein Zerfall droht, dann zeugt das nicht von Stärke. Aber das Selbe könnte man auch über die innenpolitische Lage in den USA schreiben.

Was immer das Ergebnis des Referendums sein wird, viel wird sich nicht ändern. Ob es „die große Frage“ ist oder war, dass müssen Historiker beantworten. Für die Existenz eines Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland  ist es eine große Frage. Wenn Bayern sich von der BRD abspalten würde, wäre dies auch eine große Frage (vielleicht nicht für Engländer). Es ist also möglich solche Fragen ohne Gewalt und Aggression zu stellen. Politik ist nicht (perse) sinnlos. Was für eine Erkenntnis!? Jedenfalls in solchen Zeiten.

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3 Antworten to “So kann es auch gehen!”

  1. alphachamber September 13, 2014 um 19:32 #

    Politik ist nicht sinnlos, wenn sie von ihren Bürgern gemacht wird. Jedenfalls ist hier nicht die Religion im Spiel, wie in Irland.

  2. tinyentropy September 15, 2014 um 08:30 #

    Wirtschaft hin oder her. Ich wäre gerne die nervige CSU los…

    • marien86 September 15, 2014 um 19:39 #

      … und nimmst dafür das Ende von „Deutschland“ in Kauf? Man kann zu den Bayern stehen wie man will, sie sind ein Teil dieses Landes. Auch die nervige CSU steht in einer langen Tradition. Schon im deutschen Kaiserreich hatte Bayern (neben Preußen und Württemberg) eine herausgehobene Stellung. Es gehört zur Deutschen Geschichte, dass bestimmte Kräfte ihre Eigenständigkeit (bis ins Lächerliche) betonen. Was uns mit UK verbindet ist diese Ambivalenz unserer Nation. Wir sind zwar eine, doch ihre Existenz ist immer (ein wenig) brüchig. Würden wir ein Auseinanderbrechen hinnehmen, würden wir in alte Zeiten zurückfallen. Es ist nicht „schlimm“ wenn D oder UK nicht mehr existierten. Nur, was machen wir bei der nächsten Fußball-WM? Wer ist dann noch in de National-Elf und gegen wenn soll der FCB (in der Liga) spielen? gegen 1860? 🙂

      Gruß, David

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