Archiv | Februar, 2015

Tweets der KW 8 – 9 (2015)

28 Feb

Hallo alle Miteinander,

hier meine Tweets aus den letzten Wochen @dmhadf:

#Begriff: die Platonische #Liebe bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Platonische_Liebe ein missverstandenes Konzept in der #Gegenwart #Philosophie

#Organisation: die #Sexindustrie als organisierter Gegenspieler zur Platonischen #Liebe #Wirtschaft #Industrie

#Kommunalpolitik: Von hausgemachten Niederlagen in #Hennigsdorf http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/hennigsdorf/hennigsdorf-artikel/dg/0/1/1367866/ erste Schlappe für  rot-grüne Koalition

#Medien: Au weia, das kommt raus, wenn man „Die platonische Liebe“ bei Youtube eingibt https://www.youtube.com/watch?v=1IcerM_2rAk #Irritation #Philosophie

#Begriff: Globales Risiko bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Globales_Risiko Wo die #Wirtschaft ein guten #Teil globaler Risiken produziert #Zukunft #Wirtschaft

#Person: Charles Perrow bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Perrow  US-amerik. Organisationstheoretiker & #Soziologe arbeitete über globale Risiken

#Kommunalpolitik: Eltern kritisieren Sauberkeit an Schulen in #Potsdam: http://www.pnn.de/potsdam/942015/ Schulen leiten Probleme nicht weiter?!

#Medien: Agrochemikalien stellen ein globales #Risiko für Gewässer dar. https://idw-online.de/de/news626318 verwundert das? #Wissenschaft

#Begriff: der #Kleinbürger bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Kleinb%C3%BCrger ein soziales #Phänomen, wichtig, auch in der Gegenwart #Soziologie

#Organisation: die Frankfurter Schule bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Schule beschäftigte sich auch mit dem #Kleinbürger #Philosophie

#Kommunalpolitik: Was für eine #Überschrift – Die ersten Containerkinder [in #Hennigsdorf] http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/hennigsdorf/hennigsdorf-artikel/dg/0/1/1371543/ Wenn mehr Kinder kommen…

eigene #Meinung: Das Phänomen #PEGIDA: die Angst des Kleinbürgers https://dmhdf.wordpress.com/2015/02/28/das-phanomen-pegida-die-angst-des-kleinburgers/ #Politik #Gesellschaft

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Das Phänomen PEGIDA: die Angst des Kleinbürgers

28 Feb

Hallo alle Miteinander,

es ist nun etwas ruhiger um PEGIDA geworden. Zeit also für eine Analyse. Ich komme aus einer sozialen Schicht, die man mal als kleinbürgerlich bezeichnet hat. Zwischen dieser Schicht und der PEGIDA-Bewegung gibt es einige Verknüpfungen. Dabei reicht das Spektrum zwischen offener Sympathie und einer wohlwollenden Duldung (lasst die doch machen!). Diese Verknüpfungen haben ihre Ursachen in bestimmten Ängsten und (Fehl)Wahrnehmungen. Ich werde diese auf drei Aspekte eindampfen.

1. Verdrängung

In Diskussionen läuft es häufiger auf folgenden Punkt hinaus:

Ich weiß, dass da Nazis mitmarschieren. Das ist zwar doof, aber die eigentliche Idee hinter PEGIDA ist in Ordnung. Man muss das trennen.

Es wird so getan, als ob die Nazis und der Rest der Sympathisanten vollständig getrennte Lager wären. Hier der friedliche kleine Bürger, dort die gewaltbereiten Krawallmacher. Diese Abgrenzung und Verdrängung macht es so schön einfach. Man kann doch gar nichts schlechtes wollen. Damit komme ich schon zu Punkt zwei

2. Überhöhung (der eigenen Position)

Wir sind die kleinen Leute. Wir halten die Gesellschaft am Laufen. Wir erziehen unsere Kinder, engagieren uns im Sportverein. Wir sind die Basis!

Diese Aussage ist ohne Frage richtig. Sie kann aber schnell zu einer Fehleinschätzung führen. Viele neigen nun dazu, die Eliten sowie die sozial Schwachen abzuwerten. Man könne ja eigentlich gar nicht „falsch“ handeln. Man wurde entsprechend erzogen, man hat den entsprechenden Freundeskreis (der einen korrigieren soll!?).

Was war eigentlich mit den ganzen Nazis im dritten Reich? Waren das nur Hitlers Eliten? Waren dies nur gescheiterte Existenzen? All die Hunderttausende Parteimitglieder, all Diejenigen, die von den Arisierungen profitierten. Hat der kleine Bürger da wacker gegen das System gekämpft? Haben sich Freundeskreise gegen den Nationalsozialismus verschworen?

Wenn es Hitler-Deutschland einmal gab, hat dies ein Potential gezeigt: Unter bestimmten Umständen wird ein Hitler-Deutschland möglich sein. Die Eliten und eben auch der Kleinbürger könnten (bzw. würden) dies dulden.

Dieser Punkt ist mir so wichtig, weil er stets absolut geleugnet wird:

Wir sind keine Nazis. Und wir werden nie welche sein. Mit denen haben wir nichts zu tun!

Als Jemand der eher links orientiert ist gebe klar zu: auch ein stalinistisches Deutschland ist möglich. Auch ich kann in eine Situation geraten, wo ich dieses System unterstütze. Ich kann nicht garantieren, dass ich immer „gutes“ und „falsches“ Verhalten klar trennen kann. Genau diese Selbstkritik fehlt mir. Ich habe eben doch etwas mit den Links-Radikalen zu tun. Genau deswegen ist mir so mulmig.  Dieses mulmige Gefühl schützt mich vor dieser Selbstgewissheit, die jeden Tag bei den Kleinbürgern erlebe (die haben übrigens kein Problem mit dem Begriff).

Diese Selbstgewissheit schützt aber auch vor Fakten. Es geht nicht darum ob Islamiserung stattfindet oder nicht. Es geht um die Gewissheit, dass Leute irgendwo in Deutschland voll-verschleiert herumlaufen. Der Kleine Bürger hat Angst. Da braucht er keine Fakten. Er will seine Angst umhertragen. Diffusität ist Klarheit. Man möchte wieder ins Westdeutschland (natürlich mit dem Osten 🙂 ) von 1983. Irgendwie. Denn früher wusste man, was man hatte.

3. Der sozial Schwächere als Gegenpunkt

Natürlich wird auch über das Fehlverhalten der Eliten diskutiert. Viel lieber diskutiert der kleine Bürger über das Fehlverhalten der sozial Schwächeren: der Arbeitslose, der sich Geld vom Amt „erschlichen“ hat, die arme Wurst, die klauen muss, Kleinkriminalität ist so ein weiterer Punkt.

Damit man mich nicht falsch versteht: Diebstahl und Betrug ist ein amoralisches Verhalten, ohne wenn und aber. Mir geht es hier um die überdurchschnittliche Thematisierung, wenn sozial Schwache kriminell werden. Ich habe manchmal das Gefühl man preist das „falsche“ Verhalten der Eliten bereits mit ein. Man billigt den Eliten eine gewisse Schläue zu. Sie können ihr  „falsches“ Verhalten ja kaschieren.

Offensichtlichen Diebstahl bzw. Betrug kann man ja nicht verschleiern. Da kann man dann ungeniert draufhauen. Ob Flüchtlinge aus Syrien ob die vermeintliche Islamisierung: es erscheint so einfach sich als armer Zahlmeister zu inszenieren. Es ist doch alles so klar und unumstößlich. Wir sind die Opfer hier und jetzt. Irgendwo sind die Täter.

Und nun?

Ich habe bewusst ein sehr negatives Bild vom kleinen Bürger gezeichnet. Es soll sich abgrenzen vom positiven Selbstbildnis. Die Wahrheit wird (wieder mal) irgendwo in der Mitte liegen. Es ist zu kurz gegriffen nur von den „Enttäuschten“, den „Verlierern“ und den Nazis im PEGIDA-Zusammenhang zu reden. Es gibt auch mittig-konserative Aufsteiger.

Klar: wer will schon von sich zugeben, man könnte ein Nazi oder ein Stalinist sein. (Achtung: ich will hier beide Begriffe nicht einem Topf werfen, es geht mir nur um die Selbstzuschreibung). Wer will Diskussionen damit füllen, dass Eliten Schlupflöcher ausnutzen, um sich zu bereichern. Wir würden es doch gerne tun. Wir würden gerne „smart optimieren“. Wer will Diskussionen über Strömungen des Islam beginnen? Will ich damit konfrontiert werden, das ich keine Ahnung hab?

PEGIDA integrieren oder Ignorieren? Soll die CSU wieder allemöglichen Parolen raushauen? Oder soll sie das Feld Anderen überlassen? Ganz ehrlich: ich weiß es nicht! Wenn Diffusität Klarheit ist, wenn Fakten ignoriert werden, wenn es gegen die Anderen geht, wird Politik unmöglich. Aber nur Politik kann das Politische einhegen. Politiker müssen sich im Zweifel ausbuhen lassen. Einer Diffusität der Ängste können nur Fakten entgegengestellt werden. Genau hier liegt das Dilemma, genau ist der Widerspruch. Hier ist der Identitätskonflikt, hier ist das Politische. Leute müssen sich Fakten öffnen, müssen die andere Seite anerkennen. Sie müssen von ihrer Selbstgewissheit runter. Ignorieren bringt nichts. Ob ein Integrieren Erfolg haben wird ist ungewiss. Mag die PEGIDA verschwinden: die Wurzeln bleiben bestehen. Sie sind Teil einer jeden Gesellschaft.

Und noch eine kleine Mahnung an mich selbst: auch ich sollte mich nicht selbst überschätzen. Auch ich habe Ängste. Neugierde, Offenheit und Skepsis mögen diese Ängste beherrschbar machen. Trotzdem sind auch diese Ängste reaktivierbar. Ich habe an der Uni ein paar Leute getroffen, die Opfer ihres Selbstbildnis geworden sind. Es war ein Anderes als die der Kleinen Bürger. Aber auch dieses hat zu einer Selbstüberschätzung geführt. Letztendlich bin ich nur ein Mensch, ich koche auch nur mit Wasser.

Tweets der KW 5 – 7 (2015)

14 Feb

Hallo alle Miteinander,

hier meine Tweets aus den letzten Wochen @dmhadf:

#Begriff: Neolithische Revolution bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Neolithische_Revolution wichtige Wegmarke in der #Geschichte des Menschen #Wissenschaft

#Organisation: Göbekli Tepe bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6bekli_Tepe hier als #Synonym für die komplexere Organisation einer Gruppe von Menschen

#Kommunalpolitik: Was passiert mit dem „Kreml“ in Potsdam? http://www.pnn.de/potsdam/933999/ Ein Stück #Geschichte wird verkauft.

#Medien: Bevor der Mensch die #Schrift erfand. http://www.dctp.tv/filme/bevor-der-mensch-die-schrift-erfand-newsstories-14012015/ Der Mensch im #Neolithikum #Archäologie #Doku

#Begriff: die Cola-Mentos-Fontäne bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Cola-Mentos-Font%C3%A4ne naturwissenschaftliches Experiment, pop-kulturell aufgeladen #Wissnschaft

#Organisation: Perfetti Van Melle bei WP ein Süßwarenhersteller, der von der Cola-Mentos-Fontäne profitiert https://de.wikipedia.org/wiki/Perfetti_Van_Melle

#Kommunalpolitik: Mehrheit gegen Kreisverkehr in #Hennigsdorf http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/hennigsdorf/hennigsdorf-artikel/dg/0/1/1366360/ #Pro & #Contra #Verkehr

#Medien: Coca Cola mag Mentosfontäne nicht http://www.spiegel.de/netzwelt/web/produkt-entfremdung-coca-cola-mag-mentosfontaene-nicht-a-421135.html #Marketing vs #Wissenschaft #Physik

#Begriff: Zeit für #Popkultur https://de.wikipedia.org/wiki/Da_Da_Da_ich_lieb_dich_nicht_du_liebst_mich_nicht_aha_aha_aha der berühmte #ndw muss erwähnt werden!  #Musik #Kultur

#Person: Kralle Krawinkel bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Kralle_Krawinkel Ihm haben wir die Musik von da da da zu verdanken #Musik #Kultur

#Kommunalpolitik: #Schießplatz nahe #Potsdam stößt auf #Kritik http://www.pnn.de/potsdam/936625/ Wohin mit der #Bundeswehr?

#Memo: wo ist eine gute #Doku über die #ndw, wenn man sie mal braucht?  #Popkultur #Musik #Kultur

eigene #Meinung: Von Krisen und Gemeinsamkeiten. https://dmhdf.wordpress.com/2015/02/14/von-krisen-und-gemeinsamkeiten/ die Krisen der #Zeit aus einem anderen #Blickwinkel #Politik

#Medien: Eine Frage der Ehre http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/alexis-tsipras-verteidigt-seine-wahlversprechen-13419009.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2 eine Anregung für den Blogartikel #Griechenland #Politik

Von Krisen und Gemeinsamkeiten.

14 Feb

Hallo alle Miteinander,

die Nachrichten berichten schon lange über allerlei Krisen: die Griechische Krise, die ukrainische Krise und der IS-Terror. Alle diese Phänomene sind sehr unterschiedlich. Es es gibt verschiedene Akteure, verschiedene Interessen, verschiedene historische Ursprungssituationen und diese Phänomene spielen sich alle an unterschiedlichen  geographischen Orten ab.

Ich sehe aber eine große Gemeinsamkeit zwischen diesen Phänomenen, den Krisen: das Politische flammt dort auf. [für eine nähere Definition des Politischen siehe hier]

Griechenland und seine Würde

Alexis Tsipras hat versprochen, die Würde des griechischen Volkes wiederherzustellen. Ein großes Wort. Es bedeutet nichts anderes als: wir verkennen das Handeln unserer Geldgeber. Sie haben uns verkannt. Die Mechanismen der Euro-Rettungspolitik werden als wirkungslos klassifiziert. Die Geldgeber werden sich im Gegenzug fragen, ob Griechenland verlässlich ist. Ich will hier nicht werten, ob diese Politik gut oder schlecht war, ob sie zielführend oder ziellos war. Das überlasse ich Anderen. Fakt ist jedoch, dass die Geldgeber und die griechische Regierung auf eine Kompromissunfähigkeit zulaufen. Ganz unabhängig von der ökonomischen Situation: wer sich gegenseitig verkennt, der kann keine Kompromisse schließen. Kompromissfähigkeit braucht Anerkennung. Politik braucht Kompromissfähigkeit. Die griechische Regierung hat hier die eindeutig schwächere Position. Man wird versuchen noch geringere Zinsen bei noch längeren Laufzeiten zu zahlen. Die Wahlversprechen wird man nicht einlösen können.

Für die Griechen kann es egal sein, wer gerade regiert. Man wird ihnen nicht das geben können, was sie sich erhoffen. Das ist ihr Dilemma. Das ist ihre Ausweglosigkeit. Die Mechanismen der Politik können in Griechenland nicht mehr greifen. Wenn irrelevant wird, wer gewählt wird, ist die Wahl noch relevant? Die außenpolitische Krise hat bereits eine Krise im Innenland geschaffen. (s. den Stimmgewinn von Tsipras innerhalb kurzer Zeit)

Russland und seine Stärke.

Ob Russland wirklich „stark“ ist, auch dass kann ich nicht bewerten. Es (Putin) suggeriert jedenfalls Stärke. Es entwirft eine Gegenposition zum Westen. Es entwirft ein neues Narrativ. Man hält zusammen, man schränkt sich ein. Wenn es um das große Ganze geht, dann zieht man mit. Wie stark dieses Narrativ wirkt weiß ich nicht. Nicht ohne Grund wird in Russland Propaganda betrieben. Und nicht ohne Grund gibt es Gegenpropaganda. Da die Wahrheit im Krieg als erstes stirbt ist dies nur Rauschen.

Da wo Krieg herrscht ist die Politisierung schon vorangeschritten. Wer aufeinander schießt, dann ist die Politik gescheitert. Krieg ist eben nicht die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Im Krieg wird nicht nach Kompromissen gesucht. Auf welche Regeln kann man sich im Krieg noch verlassen?

Niemand weiß was aus diesem Krieg wird. Niemand weiß wie bodenlos das Ganze ist. Putin ist offensichtlich bereit einige Ressourcen in sein Gegennarrativ zu investieren. Wie viel wollen wir hier im Westen investieren? Was werden wir wirklich tun? Was wollen wir nur inszenieren? Liegt unser Dilemma nicht in der Differenz zwischen wirklichem Handeln und reiner Inszenierung? Einige Ukrainer werden sich heute schon fragen: sind wir nicht Opfer dieses Dilemmas? Was ist unsere Souveränität (damit auch die Identität) wert?

Der IS und sein Terror.

Wie ich hier bereits ausführte, Terror will nicht verhandeln, er will sich nicht in Strukturen einbinden lassen. Wer sein Leben für eine Ideologie weg wirft, dem ist das alles scheiß egal. Terror ist ein Instrument um das Politische “in Reinform zu induzieren”. Der Krieg, die Gewalt, der Terror selbst ist Ausdruck des IS. Wo das Saudische Königshaus den Westen anerkennt es dort Geschäfte macht, lehnt es IS den Westen ab. Er wird bekämpft. Die Saudis werden als Komplizen des Westen bekämpft. Dabei scheint mir der ideologische Unterschied zwischen dem Wahabismus und der IS-Ideologie nicht allzu groß. Wie bereits angedeutet, die Saudis sind pragmatisch. Für den Machterhalt arrangiert man sich mit dem Westen. Dieses Arrangement geht dem IS zu weit. Der IS definiert wer Moslem sein darf. Die IS definiert wer ihr Kalif sein darf.

Ob das alles konform ist mit der Rechtstradition des Islam? Ich behaupte nein. Sie lehnen sogar die Spielregeln der eigenen Religion ab. Für sie gelten keine externen Regeln. Während im Fall Griechenland und Russland und Ukraine noch „Hoffnung“ besteht, ist dies im Fall IS ausgeschlossen. Erstere können durch Mechanismen der Anerkennung noch eingelegt werden. Man einigt sich auf bestimmte Prozedere und handelt Kompromisse aus. Und wenn es nicht Kompromisse sind, so werden zu mindestens Vereinbarungen getroffen. (die hoffentlich eingehalten werden) Im Fall IS halte ich dies für ausgeschlossen. Dort gibt es kein Potenzial für Politik. Jede Politik wird dort scheitern. Also bleibt der Krieg als letztes Mittel.

Fazit

Alle drei betrachteten Phänomene beinhalten das Politische. Der Grad der Politisierung unterscheidet sich bei den drei Phänomenen: eher gering bei Griechenland; mittel im Fall Russland/Ukraine; eher hoch im Fall IS. Identitätskonflikte sind bei allen betrachteten Phänomenen gegeben. Sie sind die Ursache der Politisierung. In zwei der drei betrachteten Fälle kann die Politisierung in Mechanismen der Politik überführt werden. Damit sind die Konflikte prinzipiell verhandelbar. Der Fall IS führt zum Schluss, dass Verhandlungen dort unmöglich sind. Um von einer Politisierung in Mechanismen der Politik zu kommen, braucht es externe Spielregeln. Diese werden von der IS nicht anerkannt.