Archiv | Mai, 2015

Tweets der KW 19 – 20 (2015)

16 Mai

Hallo alle Miteinander,

hier meine Tweets aus den letzten Wochen @dmhadf:

#Begriff: #Philanthropie bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Philanthropie wichtiger Begriff der #Philosophie, in #Vergangenheit und #Zukunft

#Organisation: #Stiftung bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftung eine organisierte Form der #Philanthropie #Spende #Wohltätigkeit

#Kommunalpolitik: Kein Geld für neues Museumsdepot in #Potsdam http://www.pnn.de/potsdam/960563/ Kein #Geld, nicht unbedingt nötig #Finanzen

#Medien: #Facebook oder nichts http://www.zeit.de/digital/internet/2015-04/internet-org-facebook-netzneutralitaet  #Philanthropie oder eigennützige #Strategie? #Netzneutralität

#Begriff: Shit happens bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Shit_happens Redewendung, die in vielen Medien aufgegriffen wird. #Sprache #Kultur

#Person: David Hume und „Shit happens“ http://www.statemaster.com/encyclopedia/Post-mortem-auctoris #Philosophie und Missgeschicke

#Kommunalpolitik: Hennigsdorfer Wunschliste http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/hennigsdorf/hennigsdorf-artikel/dg/0/1/1386449/ Von Wunsch und #Wirklichkeit, von Wollen und „nicht haben“ #Hennigsdorf

eigene #Meinung: Wenn einfach doch kompliziert wird. https://dmhdf.wordpress.com/2015/05/02/wenn-einfach-doch-kompliziert-wird/ #Wikidata, #Komplexität & inklusive Exklusivität #Gesellschaft

#Begriff: #Kreditscoring bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditscoring Aktivität zwischen #Datenschutz und #Risikoabwägung #Zukunft #Geld

#Organisation: die #Schufa bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Schufa ein #Akteur, der #Kreditscoring betreibt. #Wirtschaft #Geld

#Kommunalpolitik:  CDU verlangt besseres Verkehrsmanagement in #Potsdam http://www.pnn.de/potsdam/966858/ es dauert zu lang. #Verkehr #Baustelle

#Medien:  Grüne wollen Scoring zur #Bonitätsprüfung einschränken http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gruene-wollen-Scoring-zur-Bonitaetspruefung-einschraenken-2645655.html Wie weiter mit der #Schufa-Praxis? #IT #Wirtschaft

eigene #Meinung: Worüber beschweren wir uns eigentlich? https://dmhdf.wordpress.com/2015/05/16/woruber-beschweren-wir-uns-eigentlich/ Von der #Beschwerde und mangelnder #Aktivität #Politik

#Medien: und nun etwas ganz anderes https://www.youtube.com/watch?v=OKgHUrKZiXA #Montypython

Worüber beschweren wir uns eigentlich?

16 Mai

Hallo alle Miteinander,

es gibt viele Dinge über die man sich beschweren könnte. Und das wird auch tatkräftig getan. Nur, muss die Beschwerde wirkungsvoll sein, um eine Beschwerde zu sein? Muss sie konstruktiv sein? Muss sie jenseits persönlicher Befindlichkeiten liegen?

Für mich am wichtigsten: wie soll Politik damit umgehen?

Was sind rein gesellschaftliche Themen (Verhaltensweisen, Rituale, Werte), wo sich Politik heraus halten sollte? Wo soll Politik unbedingt regulierend eingreifen?

Politik braucht Filter um geeignete Kritik herauszufiltern. Nicht alles kann unverzüglich in die Regierungszentrale geleitet werden. So weit, so klar. In der Diskussion um die Filter liegt der Knackpunkt. Was wird, wann, durch wen gefiltert? Wer kommt wann, mit welchen Inhalten durch? Am Ende läuft es auf die Frage raus: wer kann seine Inhalte entsprechend lobbieren?

Der professionelle Umgang mit diesen Filtern, ein professionelles „Beschwerdemanagement“ bewirkt sehr viel. Das macht „Professionalität“ aus. Man wird dafür bezahlt viel zu bewirken. Auf einmal geht es wieder um Geld, Wissen und Kontakte. Um Zeit, die man aufwendet, Geld, dass man aufgibt und Kontakte, die man knüpft.

Waren jene Filter einst dafür gedacht, Politik zu ermöglichen (sie wird vor Überlastung geschützt), schließen sie nun bestimmte Gruppen mit ihren Beschwerden aus (man muss Geld, Zeit und Kontakte aufbieten). Soll ein Staatswesen „volksnah“ sein, muss sich auch mit so manchem Unsinn befassen. Soll es professionell agieren, droht sinnvolle Kritik ausgefiltert zu werden, wenn nicht die entsprechenden Ressourcen investiert wurden.

Viele Möglichkeiten der Beschwerde, der Beteiligung scheitern an der Bequemlichkeit. Die Ressourcen wären da. Jenseits der politischen Parteien, der PR-Agenturen existiert ein Potential seine Beschwerde zu formulieren und sie entsprechend in die (Kommunal)Politik einzuspeisen. Bürgerbegehren, oder ein Einwohnerantrag sind Beispiele für ein solches Potential. Sicher, man kann da noch einiges machen. Nur, es braucht auch die Leute, die es nutzen.

Geld, Wissen und Kontakte sind immer wichtig um sich zu engagieren. Es müssen aber keine Millionenbeträge, es muss kein Studium aufgebracht werden. Aber es bleibt dabei: zu mindestens Zeit und Ungewissheit (über den eigenen Erfolg) muss investiert werden.

Politik heißt eben: etwas investieren, das Visier abnehmen, die Ungewissheit über den eigenen Erfolg akzeptieren. Die Anderen: die Parteien, die Politiker sollen Politik machen. Aber wir?

Der Punkt ist: eigentlich soll alles bleiben wie es ist. Investitionen können schiefgehen, lassen wir es bleiben. Sich zu etwas zu bekennen, heißt Konflikte einzugehen. Wir wollen keine! Ungewissheit zu akzeptieren heißt, alles ist offen, alles kann sich ändern!

In Wahrheit wird sich nicht beschwert. Diejenigen, die nichts mehr zu verlieren haben, finden sich ab.  Diejenigen, die was zu verlieren haben halten fest, was halten können.

Ich will keine Revolution, keine ruckartige Veränderung der Gesellschaft. Ich will, das Politik (als Prozess) wieder ernst genommen wird. Sind da wirklich 20 % der Leute, die offen rechts(extrem) sind? Dann sollen die sich organisieren! Nicht, das es gut für die Gesellschaft wäre, aber es wäre ein Impuls. Der kann Gegenimpulse auslösen.

Es bleibt dabei: jemand muss sich bewegen. Wenn alle aufeinander warten bewegt sich nichts. Dies kann eben auch eine demokratische Entscheidung sein. Worüber beschwere ich mich also?

Tweets der KW 17 – 18 (2015)

2 Mai

Hallo alle Miteinander,

hier meine Tweets aus den letzten Wochen @dmhadf:

#Begriff: #Philanthropie bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Philanthropie wichtiger Begriff der #Philosophie, in #Vergangenheit und #Zukunft

#Organisation: #Stiftung bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftung eine organisierte Form der #Philanthropie #Spende #Wohltätigkeit

#Kommunalpolitik: Kein Geld für neues Museumsdepot in #Potsdam http://www.pnn.de/potsdam/960563/ Kein #Geld, nicht unbedingt nötig #Finanzen

#Medien: #Facebook oder nichts http://www.zeit.de/digital/internet/2015-04/internet-org-facebook-netzneutralitaet  #Philanthropie oder eigennützige #Strategie? #Netzneutralität

#Begriff: Shit happens bei WP https://de.wikipedia.org/wiki/Shit_happens Redewendung, die in vielen Medien aufgegriffen wird. #Sprache #Kultur

#Person: David Hume und „Shit happens“ http://www.statemaster.com/encyclopedia/Post-mortem-auctoris #Philosophie und Missgeschicke

#Kommunalpolitik: Hennigsdorfer Wunschliste http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/hennigsdorf/hennigsdorf-artikel/dg/0/1/1386449/ Von Wunsch und #Wirklichkeit, von Wollen und „nicht haben“ #Hennigsdorf

eigene #Meinung: Wenn einfach doch kompliziert wird. https://dmhdf.wordpress.com/2015/05/02/wenn-einfach-doch-kompliziert-wird/ #Wikidata, #Komplexität & inklusive Exklusivität #Gesellschaft

Wenn einfach doch kompliziert wird.

2 Mai

Hallo alle miteinander,

es ist nun schon über ein Jahr her als ich mich auf Wikidata angemeldet habe (hier der damalige Artikel). Zeit für ein erstes Fazit. Ich habe schon ziemlich zu Beginn gemerkt, dass die Lernkurve recht steil verläuft. Dennoch hatte ich den Eindruck, die Bedienung von Wikidata sei intuitiv.

So langsam merke ich, dass die Datenlogik von Wikidata meine Intuition übersteigt. Ich muss immer öfter bestimmte Dinge nachlesen. Innerhalb des Projekts haben sich viele Dinge weiter ausdifferenziert (hier ein Beispiel, was ich meine). Im entsprechenden Forum wird fleißig diskutiert und weiter ausdifferenziert (Beispiel)

Wenn Inklusivität exklusiv wird.

Da liegt das Kernproblem das alle Wikimediaprojekte betrifft. Alle sollen mitmachen (können) aber nur die wenigsten können sich die Zeit nehmen um sich einzuarbeiten. Denn einarbeiten muss man sich: in Regeln, in Abläufe in ungeschriebene Gepflogenheiten. Was auf der Oberfläche simpel wirkt entpuppt sich schnell als komplex, wenn man tiefer bohrt.

Einerseits benötigt man jene Komplexität: man möchte Wikipedia-Artikel, Medien und andere Daten angemessen abbilden, verwalten und kategorisieren. Andererseits bildet diese Komplexität eine Einstiegshürde. Man muss sich entsprechendes Wissen erarbeiten (kulturelles Kapital) und man muss sich in entsprechende Netzwerke eingliedern (soziales Kapital). All das muss man mühevoll zusammen sammeln.

Auch wenn die Wikimediaprojekte nicht den Anspruch verfolgen sich (vollständig) demokratisch organisieren zu wollen, zeigt sich eben dort ein Dilemma der Demokratie: die inklusive Exklusivität. Ob Wikimediaprojekte, ob ganze Staaten: man muss bestimmte Gruppen ausschließen, um andere einzubinden.  Regeln, Abläufe und ungeschriebene Gepflogenheiten sind eine Filter: es werden diejenigen aussortiert, die nicht den Willen haben sich entsprechend einzuarbeiten. Selbstverständlich kann man immer fragen: wie lässt sich die Einarbeitungszeit verkürzen? Jedoch wird sie sich nie weg-kürzen lassen. Es wird gegen null gehen aber nie auf null.

Die inklusive Exklusivität ist ein Teil aller gegenwärtigen Systeme, in denen wir uns bewegen. Sie ist ein fruchtbares Dilemma. Führt sie doch zur Frage: wo ist der Mittelweg? Wie können wir Regeln so definieren, dass sie einfach wie möglich sind. Wie können wir gleichzeitig funktionierende, sich weiter ausdiffierenziernde Systeme gewährleisten?

Man wird nie alles erreichen können. Im konkreten Fall Wikidata heißt dies: wie viele Regeln, wie viel Logik kann ich „ertragen“, bis ich die Lust verliere? Wie viele Regeln, wie viel Logik ist notwendig, damit Wikidata funktioniert? „Jeder kann“ heißt eben nicht „jeder macht“. „Können“ muss man eben können.