Wer stirbt für unsere Sünden?

26 Mrz

Hallo alle Miteinander,

ich habe eine ketzerische Frage im Titel gestellt. Denn sie fragt, ob man die eigene Verantwortung auf andere schieben kann. Heute hat sich die Vorstellung durchgesetzt, dass der Einzelne für seine Fehlverhalten („Sünde“) verantwortlich ist und deren Konsequenzen tragen muss.

Haben wir als Gesellschaft den Mut, die Konsequenzen zu benennen, die durch unser (Fehl)Verhalten entstehen? Übernehmen wir die Verantwortung für unser Verhalten? Wir leben ganz gut damit dass Menschen zu Hungerlöhnen unseren Luxus produzieren. Wir leben ganz gut mit den Diktatoren, die uns Rohstoffe und politische Stabilität beschaffen. Wir haben die Probleme ignoriert, die wir im nahen Osten geschaffen haben. Für dieses Fehlverhalten, für diese „Sünden“ sind Menschen in den Bürgerkriegen und im Terror gestorben,  es hat uns Jahrelang nicht interessiert. Nun kommt Satan in Form des IS zu uns. Natürlich sieht sich der Satan als der einzig wahre Gott. Alles eine Frage der Perspektive. Wir haben den Satan gefüttert: mit Armut, mit Perspektivlosigkeit, mit Wut.

Doch wer stellt sich diesem Satan entgegen? Wer opfert sich diesem für das Gute in der Welt? Wenn wir nicht opfern wollen, sondern rational und verantwortungsvoll handeln tun wir das?

Machen wir uns ehrlich: die Ostukraine gehört zur russischen Einflusssphäre. Binden wir die Russen in die internationale Politik ein. So verhindern oder minimieren wir Instabilität. Mir ist das saudische Regime ein Dorn im Auge. Aber darum geht es nicht. Solange die Saudis existieren haben wir Einfluss auf das Regime. Und darum geht es: um Einfluss. Wir werden die Diktatoren nicht los, die wir geschaffen haben. Wir können sie allenfalls kontrollieren. Mittelfristig.

Millionen von Menschen sind auf der Flucht vor Krieg, vor Armut, vor Perspektivlosigkeit. Nur ein Bruchteil ist hier angekommen, schon bebt unser politisches System in Deutschland und in Europa. Wir werden die Flüchtenden nicht los. Wir können sie allenfalls kontrollieren. Mittelfristig.

Wunder wird es nicht geben. Jedoch können wir verantortungsvoller mit der Internationalen Politik umgehen. Realismus (Diktatoren), wo er notwendig ist sowie kluge Entwicklungspolitik, um die Leute in ihren Ländern zu halten.

Auch an diesem Osterfest gilt: wir müssen für unsere Sünden geradestehen und Verantwortung übernehmen, damit die Welt in nicht noch größeres Chaos stürzt. Jesus wird uns das nicht abnehmen!

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