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Lebenszeichen

28 Okt

Hallo alle Miteinander,

der Arbeitsstress verhindert, hier stärker tätig zu werden. Zu Erzählen gäbe es genug. Aber Inhalte brauchen Zeit um sie aufzubereiten. Was die Rolle dieses Blogs sein soll, dies muss ich mir noch überlegen, wenn ich Zeit habe.

Ab Mittwoch, den 1. November werde ich in einen Berliner Bezirk wechseln. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet. An diesem Datum jährt sich mein einjähriges Dienstjubiläum. Eine spannende Zeit, ich habe viel gelernt. Ich bin auf einem guten Weg ein richtiger „Verwaltungsmensch“ zu werden.

Auch muss ich mich daran gewöhnen „endgültig“ erwachsen zu sein: eigenes Gehalt, eigener Alltag, eigene Lebensgestaltung.

Bis zum nächsten Lebenszeichen! 🙂

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Didi Hallervorden und die Verwaltung

15 Jul

Hallo alle Miteinander,

der Sketch „Didi Hallervorden auf dem Arbeitsamt“ zeigt durch seine Überspitzung sehr gut, was an der Verwaltungsmodernisierung schief gelaufen ist. Zwar haben sich Sprache und Abläufe in der Verwaltung verändert, die Ergebnisse von Verwaltungshandeln sind da eher hinten an geblieben. So bekommt der Arbeitslose (in dem Sketch) noch immer keine Arbeit. Dafür wird er aber mit englischen Vokabeln zu getextet. Der Arbeitsvermittler hat keine Ahnung von der Lebenswirklichkeit seines „Kunden“. Die Abläufe der Arbeitsvermittlung sind zu eng an bestimmte Berufsgruppen gebunden.

Wie dicht sind wir Verwaltungsmenschen an der Lebenswirklichkeit von bestimmten Personengruppen dran? Arbeiten wir für die Leute oder für die Verwaltung? Wie können wir unseren Spielraum effizient nutzen?

Gute Fragen, guter Sketch!

Nichts.

11 Feb

Nichts.

Das Nichtige verneinen.
Das Nicht-Vorhandene beschreiben.
Wo nichts ist, ist nichts alles.
Alles ist nichtig, es ist!

Die Leere ist.
Das Undenkbare ist.
Nicht-Handeln ist Handeln.
Nicht-Wandeln ist Wandeln.

Ist nur, was nicht sein muss?
Was ist, ist stets im Fluss!

dmhdf, Lizenziert unter CC BY-NC-SA 3.0 11.02.2017

Der Rede wert?

11 Feb

Hallo alle Miteinander,

der Februar geht in die Mitte und hier ist nichts los. Es gibt einige Dinge, die in meinem Leben gerade passieren. Nur, sind diese der Rede wert? Diese Frage kann man sich sicher allgemein für dieses Blog stellen.

Chaotische Zustände auf der Arbeit, Tratsch der Kollegen, interessante Themen die man beackert. Sind wir nicht alle mit solchen Dingen konfrontiert? Lohnt es sich wirklich darüber zu schreiben? Dazu kommt die wenige Zeit, die ich jetzt habe und die mangelnde Kraft, die von meinem Alltag herrührt. Ich bin froh, wenn ich nichts schreiben, nichts durchdenken muss. So ganz aufgeben will ich hier aber nicht. Vielleicht ist es ja nur eine Phase. Schauen wir mal.

Still und starr ruht der See

27 Nov

Hallo alle Miteinander,

hier ist es sehr ruhig geworden, zu ruhig wie finde. Aber ich muss mich wohl damit abfinden, das mein Berufsalltag mir (vorerst) alle Kräfte abverlangt.

Das ist einerseits schön. Denn ich kann sagen, ich bin (endgültig) angekommen in der Welt der „Erwachsenen“. All die Rechte und Pflichten, den der Alltag des mündigen Menschen für uns bereit hält, nehme auch ich auf mich. Es ist einfach „da“. Es wird weniger hinterfragt. Man ist drin im Trott des Arbeits-, Freundes-, und Privatalltags. Man ist wie Alle Anderen, man lebt wie alle Anderen.

Das ist andererseits schlecht. Wollen wir nicht anders und individuell sein? Wollen wir uns nicht verwirklichen: auf der Arbeit, im Freundeskreis und im Privaten? Wollen wir nicht stets das „Neue“ haben und dabei immer kritisch und neugierig bleiben?

Diese eben beschriebenen Widersprüche werden einfach ausgeblendet. Diejenigen, die schon mehr haben, wollen noch mehr: besserer Job, mehr Geld, mehr Status. Die Frage ob das alles notwendig ist wird beim Bierchen mal angedeutet. Richtig angefasst wird sie nie. Ausgeblendet. Das die empfundene Fortschrittlichkeit auf eine alltäglich gelebte Bewahrungshaltung trifft – ausgeblendet. Das man mit den Freunden und Bekannten in einer Blase lebt und nur einen Teil von „da draußen“ wahrnimmt, wo man doch so offen ist – ausgeblendet.

Ich erlebe gerade eine krasse Veränderung: meine neue Arbeit führt mich in eine Sphäre, eine neue Blase. Man kann diese Veränderung als sozialen Aufstieg bezeichnen. Doch wo bin ich da eigentlich aufgestiegen? Will ich dorthin wirklich aufsteigen? Habe ich eine Wahl, wo sich in dieser Gesellschaft immer mehr ein „oben“ und ein „unten“ abzeichnet?

Ja, still und starr ruht der See. Aber unter der Oberfläche bewegt sich einiges. Wird diese Bewegung noch wahrgenommen. Soll man diese Bewegung werten oder nicht? Soll man dagegen ankämpfen oder nicht?

Mein Leben hat eine glückliche Wendung genommen. Ich bin sehr froh, so wie es ist. Aber mein Leben existiert nicht im Vakuum. Mein Tropfen bildet mit vielen anderen Tropfen den See. Es entstehen Interaktionen: Informationen werden ausgetauscht, Wertungen werden vorgenommen und man bekommt den (Zerr)Spiegel vorgehalten. Was ist nun also mit meinem Leben, mit dem Tropfen im See? Licht bricht sich im See. Auch wenn er still und starr daliegt.

Neue Arbeit – neues Leben?

5 Nov

Hallo alle Miteinander,

am ersten November begann meine neue Tätigkeit. Ich werde in der nächsten Zeit tiefer in die Verwaltung einsteigen. Eine Welt die voll ist Regeln, Gepflogenheiten und Prozessen. Verwaltung ist nötig, damit der Staat und die Gesellschaft funktioniert. Ihre Arbeitsweisen und Prozesse sind abstrakt. So abstrakt, dass der Laie hilflos zurück bleibt. Man muss sich auf diese Welt einlassen. Diese (Arbeits)Welt wird auch mein Leben prägen. Ich werde die Brille der Verwaltung aufsetzen. Insoweit ist ein neues Leben. Denn der Mensch lebt viele Leben, gleichzeitig, getrennt, vielschichtig oder monochrom.

Tätigkeitsbeginn

15 Okt

Bis zum 1. November ist es nicht mehr weit. Ich muss mich noch einnorden.

Hiermit gebe ich folgende Informationen zum Stand der Vorbereitung für den Tätigkeitsbeginn zur Kenntnis:

1. angemessene Bekleidung für die Tätigkeit wurde angeschafft, erprobt und in die entsprechende Ablage abgelegt. Dabei kamen die Allgemeinen Grundsätze zur ästhetischen Beurteilung von Kleidung, sowie die Allgemeinen Grundsätze zur Lagerung von Kleidung zur Anwendung.

2. Alle Unterlagen für einen reibungslosen Betriebsablauf wurden eingereicht. Dazu gehört unter anderem das Foto für den Personalausweis. Hierbei war die Verordnung für Lichtbildausweise des Landesamtes für Personalausweisangelegenheiten maßgeblich für die Auswahl des Lichtbildes.

3. Erster Kontakt mit Kollegen wurde aufgenommen. Die Leitlinien zur Kommunikation mit Mitarbeitern des Öffentlichen Dienstes sowie die Bestimmungen zur Definition von Höflichkeit und Kollegialität waren hier die Rechtsgrundlage.

gez. Marien